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oh so famous

„Stier!“ begrüsste ein Kindikollege meine Tochter morgens im Kindergarten. „Meinte er das Wort „Stier“, dass wir früher auch benutzt haben?“, fragte mich mein Mann abends. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, aber es wäre auch eine gute Antwort auf die Frage „Alles gut?“:) Genauso wie „living the dream!“ auch ziemlich passend wäre.

„Mama, du siehst mit offenen Haaren so harmlos aus!“ Ein morgendlicher Kommentar einer Tochter zu meinen abstehenden, ungekämmten Haaren, wer hätte das gedacht? Ich sah wirklich harmlos aus, in Wirklichkeit bin ich aber nicht harmlos, sondern famo(u)s.

Perfekte rhetorisch und psychologisch wunderbar ausgefeilte Überleitung zu meinem nächsten Erlebnis. FAMOUS. Ich war bei der Jubiläumsfeier des Hänssler Verlages eingeladen, 100 Jahre ein Verlag, der das Ziel hat, das Evangelium in all seiner Schönheit in verschiedensten Facetten in die Welt zu tragen. So lange schon. Wow. Herzlichen Glückwunsch!!Es war total aufregend und interessant. All die vielen Leute, von denen ich vielleicht 3 ein bisschen kannte. (Naja, ein paar mehr waren es vielleicht schon.) Viele bekannte christliche Künstler und Autoren und Leute mit einem wichtigen Amt in Kirche und Gesellschaft. Und mitten drin Sarah, Tochter Gottes an Tisch 1 !!! Gott sei Dank durfte ich Andi mitnehmen, mein fleischgewordener Fels in der Brandung. Ich sollte nämlich auch auf der Bühne meinen Beitrag leisten, bei einer Talkrunde als „junge Autorin“. Here we go:

Black is beautiful

famous“ war der Kommentar zu diesem Bild von meiner Schwägerin AKL. „Ein bisschen berühmt ist doch auch cool“, der Kommentar meiner Schwägerin Monika. (https://www.baliederle.de/)

famous. berühmt. will. ich. sein.

Oder?

Tief in mir schlummert schon immer der Wunsch danach, berühmt zu sein. Auf der Bühne zu stehen und vor anderen zu sprechen. Mein größter Traum ist es, einen Einfluss auf das Leben anderer Menschen zu haben. Nicht sie zu manipulieren, zu lenken, überreden, bearbeiten, sondern ihr Herz zu berühren. Das Herz Gottes in andere Menschen hineinzulegen. Und das, wenn möglich in so viele Leute, wie es nur geht.

Vielleicht schlummert so ein bisschen der Wunsch danach berühmt und bekannt zu sein, in jedem von uns. Bewundert, begehrt, verehrt, beneidet und angeschaut zu werden. Deshalb lieben wir auch die sozialen Medien so sehr, wir sind befreundet und verfolgt (:)) von so vielen Menschen, die wir noch nie im Leben gesehen haben und sie „kennen“ uns. Und wenn sie uns einen „Daumen hoch“ oder ein „Herzchen“ geben, finden sie uns auch noch toll!!!! Hammer! Das heißt, wenn ich nur genug gute Fotos schießen kann und schöne Bilder online stelle, bin ich ein bisschen famous. Ich fühle mich gut, schön, geliebt und wichtig. Es ist wohl bewiesen, dass dieses Hochgefühl tatsächlich körperlich vergleichbar ist, wie wenn ich in echt etwas Tolles erlebe. Nur viel viel kürzer und dann brauch ich gleich wieder mehr davon. (Nennt man auch Sucht)

Die Frage ist ja: Für was möchte ich denn berühmt sein?

  • Dafür, dass ich mich schminken kann, stylo Klamotten kaufen kann und in eine tolle Pose stellen kann?
  • Möchte ich für ein Produkt berühmt sein, dass ich herstelle oder verkaufe? Für ein Werk meiner Hände: Eine CD, ein Buch, ein Geschäft, eine Marke?
  • Oder möchte ich berühmt sein für das, was ich und wer ich bin? Meinen Beruf, meine Errungenschaften, meine Auszeichnungen, meine Abschlüsse? Damit ich mich wichtig und gut fühle, um das Loch in meinem Inneren zu stopfen?

Ihr versteht ja schon, auf was ich hinauswill, oder? Ich weiß es grad allerdings selber nicht mehr so richtig….:) Es soll auf jeden Fall zum Nachdenken anregen. Warum will ich denn berühmt sein? Wer soll mich kennen? Warum will und brauche ich den Applaus und die Anerkennung von Leuten? Welches Loch gibt es da vielleicht in mir drin?? Fühle ich mich ohne die „Likes“ von fremden Leuten nicht wichtig und wert-voll? Dann ist das wirklich ein Grund tiefer zu gehen und herauszufinden, was da eigentlich mit mir los ist…

Du bist geliebt, ganz genau so, wie du bist. Egal wo auf dieser Welt du im Moment sitzt oder liegst, Gott könnte dich nicht mehr lieben, als er es schon tut. Egal, ob Menschen dich toll und schön finden oder nicht. Komplett egal, wie dein Auftritt im Internet oder in der realen Welt aussieht oder ob du nur zuschaust. Gott sieht dich ganz genau. Er freut sich total über dich. Er möchte dir seinen Frieden schenken, und die tiefe Gewissheit, dass du gut bist, so wie du bist. Ruhe für deine Seele. Er hat das Lebenswasser, dass deine innere Leere füllen kann, nur er. Nichts anderes wird funktionieren.

„the light that shines the furthest, shines the brightest at home.“ von einem berühmten american Bruder Bill oder Kris hab ich das. Und es ist die Wahrheit. Übersetzung: Das Licht, dass am Weitesten scheint, scheint am hellsten Zuhause.

hier möchte ich wirklich berühmt sein

All die Berühmtheit, die jemand hat, wenn er vor Menschen oder auf einer Bühne steht, ist nichtig, wenn seine Leute zuhause nicht zu ihm aufschauen. Dein Ehepartner, deine Kinder. Wir sollten danach streben, vor den Menschen berühmt zu sein, die uns am Nächsten stehen. Unseren Nächsten, wie Jesus sagt. Bei ihnen zeigt sich, ob wir wirklich berühmt sind, für unsere Liebe, unsere Geduld, unsere Zeit, unsere Sanftmut, unsere Treue, unseren Glauben, unser Reden. Wenn wir zuhause scheinen, wird dieses Licht sehr weit reichen.

Und da muss ich noch etwas dazufügen, obwohl es schon so viel Text ist….aber es ist so passend!!!:

Meine lieben Mamas! Ihr seid dieses Licht und diese Berühmtheiten, die zuhause strahlen. Tag für Tag und Nacht für Nacht! Danke, dass ihr eure Lichter scheinen lasst. Jesus sieht euch und freut sich so mega über euch. Er lehrt euch sooooo so viel durch eure Kinder und bündelt euere Leuchtkraft, damit es später noch strahlender ist, als zuvor! Danke für eure Arbeit und Liebe!!! Ihr seid wirklich famous !!!!

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Matthew 5, 16 (manchmal muss es der Coolheit wegen Englisch sein:)

Ahh, und hier kommt noch die Moral von der Geschicht. ….dass sie euren Vater im Himmel preisen…dafür möchte ich berühmt sein. Meine Gaben und Talente einsetzen. Nicht um meinetwillen, sondern um seinetwillen. Damit ER berühmt wird in dieser Welt. Und er sagt, wer im Kleinen treu ist, den setzt er über Größeres. Zu seiner Zeit. Zu seiner Ehre. Amen.

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Alles Gut !?!

Alles gut? – Alles gut!

Gar nicht gut. Irgendwelche Läuse und fast alle Blätter abgefallen über´n Winter:(

Tatsächlich? Ist das die Wahrheit? Ist alles gut? …….seit Andi und ich „alles gut“ zu unserem persönlichen Unwort benannt haben, fällt es mir so auf, wie oft Menschen in meinem Umfeld diesen Ausdruck benutzen.

  • Es passiert etwas: Oh, sorry! – Alles gut! Kein Problem.
  • Zur Begrüssung: Na, alles gut? Antwort: Alles gut.
  • Entschuldigung, dass ich gestern das und das gemacht habe. Antwort: Alles gut.

Alles gut ist ziemlich oft eine Lüge. Es ist nicht alles gut. In der Welt nicht, in der Kirche nicht, da braucht man ja wirklich nicht lange zu suchen und auch in unserem persönlichen Leben ist nicht alles gut. Vielleicht fühlt es sich etappenweise ganz gut an, wie man so lebt, aber es ist nicht alles gut. Und wenn alles so läuft, wie man sich es erträumt hat, ist das super, aber es ist trotzdem nicht alles gut. Ich selber bin nicht gut. Ich tue Dinge, die nicht richtig sind, ob das jemand sieht oder niemand sieht. Bei mir ist nicht alles gut. Bei niemandem auf dieser Welt übrigens.

Überhaupt nicht gut

Jetzt hört sich das komplett negativ und depressiv an und ich mag das nicht, ich bin nicht so. ABER es gibt eine gute Nachricht: Einer ist gut! Jemand sagte mal zu Jesus: „Guter Meister!“ War ja gut gemeint, aber Jesus fuhr ihn etwas an und sagte: Was nennst du mich gut? Nur einer ist wirklich gut, nämlich mein Vater im Himmel! Und wenn Jesus das schon sagt, wieviel mehr gilt das für uns!

Und Gott hätte tatsächlich das Recht zu sagen: Alles gut! Nicht, weil er das ganze Chaos auf der Welt sieht und irgendwas oberflächliches dazu sagen muss,nein. Weil er das Ende kennt, weil er um den ganzen Mist weiß und schon für die Lösung gesorgt hat. Weil er den Überblick hat und er auf dem Thron sitzt. Wenn wir voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zu ihm schreien, sagt er es: Kind, schau zu mir. Es ist alles in Ordnung. Es ist alles gut: Ich bin der Sieger. Ich bin stärker als alles andere. Ich hab alles in der Hand. Every little thing is gonna be alright. Ich werde alles neu machen. Ich komme bald. Hab keine Angst. Es wird alles gut werden.

Und wer tatsächlich mit einem fetten Grinsen lautstark ALLES GUT herumposaunt sind die Leute, die schon im Himmel sind. Die springen und tanzen und jubeln und singen: ALLES GUT, es ist ALLES GUT, so mega GUT. Die auf den Straßen aus Gold rennen und bei Jesus sind, nur Licht, kein Leid, keine Tränen, kein Schmerz: Wahrhaftig ALLES GUT!!


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Opfer bringen

Ich bin genervt und müde. Ob es an den Nachwehen einer leichten Grippe letzte Woche oder dem Süßigkeitenfasten oder meinen Tagen liegt weiß ich nicht, ich will am Liebsten einfach meine Ruhe und schlafen. (Mein Mann meint ja, dass ich an zu viel Schlaf leide.) Pustekuchen. Meine Jüngste will tagsüber nicht mehr einfach so schlafen und läuft mir morgens permant hinterher. „Mama, nicht schlafen!“ „Mama, du Pause?“ „Mama, steh auf!“ Da bereue ich es schon fast wieder sie erst vier Monate nach ihrem 3ten Geburtstag im Kindi angemeldet zu haben…und der Geburtstag ist erst Ende des Jahres…Tja, da muss ich wohl Opfer bringen, für meine Überzeugungen, für meine Tochter und für meine eigene Entscheidung. Das ist auch gut so, aber heute hab ich einfach keine Lust auf das! Jetzt flüchte ich mich ganz schnell hierher und schon schreit es vom Töpfchen: „Mama!! Maaaammmmaaa!!!“ Ich hatte nämlich die Lücke entdeckt, die entsteht, wenn die Kinder auf dem Klo sitzen und kurz mit sich selber beschäftigt sind! Die ist jetzt leider schon wieder vorbei und es geht weiter…Always remember Sarah: Du machst die wichtigste Arbeit der Welt!

Vielleicht plagt mich aber einfach auch nur mein schlechtes Gewissen, weil ich ständig am Handy rumspiele um zu checken, wieviel von meinen Büchern schon verkauft wurden und ob jemand eine tolle Bewertung ins Netz gestellt hat. Nicht, das mir das wichtig wäre, nein, nein, auf keinen Fall. Ich schau ja nur interessehalber. Es erschreckt mich, wenn ein leicht kritischer Kommentar kommt und ich mich tagelang damit beschäftige und es zeigt mir, dass ich ziemlich viel noch zu lernen habe, wer meinen Wert bestimmen darf und wie wichtig ist es, was Menschen über und zu mir sagen. Ich muss meine Wurzeln noch tiefer in Gottes Wahrheit verankern.

Und da sind wir schon beim nächsten Punkt, der mich tierisch ankratzt: Meine Zeit mit Jesus! Morgens! Sie findet leider im Moment nicht statt. Schon seit geraumer Zeit und das nervt mich jeden Tag tagsüber tierisch, weil ich spüre, dass ich innerlich leerfahre. Morgens jedoch, wenn es Zeit wäre, das Pöpöchen aus dem Bett zu schwingen, ist plötzlich nur noch das warme Bett im Sinn und alles andere wie weggepustet. Spätestens, wenn ich von einer Stimme geweckt werde, die ruft: „Mama, du musst aufstehen, ich hab zur Ersten!“ ärgere ich mich total und könnte mir in mein Pöpöchen beissen!!! Ich will doch Prioritäten setzen und da muss ich Opfer bringen. Da kommt mir immer wieder meine Kollegin Lissy in den Sinn, die beim Mama Seminar am Frauentag ganz am Rande erwähnt, dass sie drei Mal in der Woche um 5 Uhr aufsteht, um stille Zeit zu haben. Wow! Genial. Das spürt man sofort, wenn man in ihren Blog reinliest.

Hiermit verkünde und nehme ich mir einmal mehr unter Zeugen vor, dass ich aufstehen werde. 5.30 Uhr, dreimal die Woche, Hilfsmittel: ein eigener Wecker (will ich beim Hela kaufen), Musik abends hinrichten. Das ist doch mal ein SMART Goal. (Specific, Measurable, Achievable, Reasonable, Time Bound.) Was man hier nicht alles lernen kann!!

Der Papa meiner Kinder fährt mit dem Auto her. Wir schauen aus dem (ziemlich weit obenen) Badfenster hinunter. Die Kleinste setzte ich der Größten einfach obendrauf, weil sie sonst nix sieht. Wir machen das Fenster wieder zu und die Größte fragt mich: „Mama, wieso habt ihr euch alle auf mich draufgelehnt? Wolltest du mich als Opfer bringen?“

Am Mittagstisch werden dann keine biblischen Vergleiche gezogen, sondern andere Dinge geklärt: „Du, Opfer!“ hätte ein älterer Junge gesagt und eine Andere: „What the fuck?“, was das wohl hiesse und warum ist der Mittlere Finger der „Stinkefinger“, wenn er doch gar nicht riecht und wie kann es eigentlich sein, dass ein Mann und eine Frau sich Sex geben, aber dabei keine Kinder bekommen???

Da geht mir das Herz auf, ohne Witz!! Ich liebe es, dass sie mir solche Sachen überhaupt erzählen und ich das Vorrecht habe, ihnen Dinge zu erklären und verständlich zu machen, von denen manche Teenager keinen blassen Schimmer haben!! Wenn ihr solche Fragen kennt, und hin und wieder keine Ahnung habt, was ihr als Antwort geben sollt: Ihr seid nicht alleine und Fragt Jesus! Bei manchen Sachen erbitte ich mir erstmal Zeit darüber nachzudenken und dann bitte ich Jesus um seine Weisheit und die richtigen kindgerechten Worte. Er verspricht, dass er sie geben wird.

Oh, und das ist ja eine wagenweit offene Türe für das brisante Thema der Leihmutterschaft. In den Medien wird uns das ganz leise und schleichend untergejubelt, mit Berichten von irgendwelchen Stars aus USA, die eine Leihmutter beauftragen, um ihnen das ersehnte Kind zu „liefern“. Alle freuen sich mit ihnen. So wird es uns als „ganz normal“ verkauft. Ich verstehe total, wieviel Schmerz es einem Paar wohl bereiten muss, wenn es keine Kinder bekommen kann und dass es bereit ist, ziemlich viel auszuprobieren, um sich diesen Traum zu erfüllen. Aber diese Art, ein Kind zu „kaufen“ hat einen schrecklichen Preis. Diese Doku zeigt das wahre und echte Gesicht der Leihmutterschaft, bei dem jeder Mutter und jedem, der Kinder liebt, das Herz bluten wird: https://youtu.be/v1_Sohk8CKg.

Zum ersten Mal wurde ich darauf aufmerksam, als ich im Brillengeschäft warten musste und in einer pädagogisch sehr wertvollen Zeitschrift etwa wie „Super Illu“ oder so was blätterte. Da war ein Bild von Cristiano Ronaldo und seiner Familie. Ich sah vier Kinder und musste mehrmals hinschauen. Wie konnte es sein, dass CR7, dieser Promifussballer, den ich früher total heiß fand, eine so junge Frau? und dazu noch vier Kinder hatte? Gott lob konnte ich im Auto sofort Google fragen und fand die krasse Story heraus: Ja, es sind alles seine Kinder. Der erste Sohn, Cristiano Ronaldo jr.!!! wurde auf Facebook der Welt vorgestellt, die Identität der Mutter werde nicht preisgegeben und sie habe ihm vollständig alle Rechte abgegeben; einige Jahre später wurde wieder auf Facebook von ihm der neue Familienzuwachs vorgestellt: Zwillinge, die er bei einer Leihmutter in Auftrag gegeben hatte. Ab diesem Zeitpunkt war er dann mit seiner jetzigen Freundin zusammen, die ein Jahr später ihr gemeinsames Kind auf die Welt brachte! Krass, dachte ich bei mir, hier sieht man total, wie sehr Gott in uns den Wunsch und die Bestimmung hineingelegt hat, fruchtbar zu sein und Nachkommen zu haben. Ein Erbe zu hinterlassen. Einen Erben, der in seinem Fall sogar den gleichen Namen bekommt! Und wenn sich erstmal keine passende Frau dafür findet, dann erfüllen wir uns diesen Traum eben selber. Wer hat, der kann. Das ist unsere Welt.

Die Frage, die mich dabei bewegt ist eher die, wie es nach diesem Wunsch mit den Kindern weitergeht. Dann sind sie da, aber wo und wie wachsen diese Kinder wohl auf? Ob sie viel Zeit mit ihrem Papa haben und was wohl passiert, wenn irgendwann einmal der Wunsch wach wird, ihre richtige Mama kennenzulernen? Sind diese Menschen als Eltern bereit ihr Leben, ihren Plan anzupassen, auch mal ein Opfer zu bringen, zum Wohle ihrer Kinder oder leben sie weiter wie bisher in der Annahme, dass es darum geht nur ihre eigenen Wünsche zu erfüllen. Dann tun mir diese Kinder einfach nur ganz arg leid.

Wir haben uns losgelöst davon, wie Gott sich Ehe und Familie gedacht hat. Dieses ganz einfache und so wundervolle Model, von einem Mann und einer Frau, die sich versprechen und verbinden und die sich vermehren. Es hört sich spießig an und veraltet. Wir denken, wir kriegen das Ganze auf unsere eigene Art hin. Jeder gerade so, wie es für ihn gut ist, wie es sich gut anfühlt. Es geht nur um mich, meine eigenen Wünsche, meine Stimmungslage gerade und was ich denn vom Leben erwarte.

Der Weg zur Freiheit aber, ist der Weg, den Gott uns anbietet. Der untere Weg. Der Weg des Dienens und Liebens. Verzichten, um zu gewinnen. Eben darum: Opfer zu bringen. Wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren, wer aber sein Leben verliert um Jesu Willen, der wird es finden. (Matthäus 16,25)

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Meine Kinder wissen, wer ihre Mutter ist und wie man sie finden kann:)

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Powerfrauen

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Bei der feierlichen „Tischeröffnung“ mit M und K, die unter dem Tisch mit Luftschlangen und Tröten hervorkamen!

Unsere Releaseparty war so schön. Besser hätte ich es mir nicht wünschen können. Die wichtigsten Menschen für mich auf einem Haufen, leckere Drinks und so schöne Deko von meinen besten Frauen Jul und Mädy und Häppchen und Jesus in unserer Mitte. Wir hatten sichtlich Spaß und abends durfte ich ganz beschenkt und „selig“ einschlafen. Danke Jesus! Diese Leistung ein Buch zu schreiben, ist ein Teamerfolg! So viele unterschiedliche Leute waren und sind daran beteiligt! Danke ihr alle!

„Du bist echt eine Powerfrau!“ Das höre ich grad öfter. Es ist als Kompliment gemeint, bestimmt und drückt Anerkennung und Bewunderung aus. „Wie du das alles schaffst….“ Eigentlich höre ich solche Dinge total gerne und sie freuen mich, wenn jemand etwas positives über mich und zu mir sagt…wow….aber bei diesem Wort sträubt sich inzwischen irgendetwas in mir! Ich bewegte es einige Tage und kam nicht dahinter, was genau mich daran stört oder so unruhig macht…bis gestern abend.

Power heißt Stärke und Kraft. Eine starke Frau, eine Frau voller Kraft. Warum ist jemand voller Power? Was sagt das Wort Gottes dazu?

Denn der Herr ist meine Kraft. Habakuk 3,19

Herzlich lieb habe ich dich HERR, meine Stärke! Psalm 18,1

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke. Psalm 27,1

Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte ich mich fürchten, vor wem sollte mir grauen? Psalm 27,1

Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht, denn Gott, der HERR, ist meine Stärke!! Psalm 46,1

Das ist es! Das ist meine Kraft. Das ist das Geheimnis meiner Power. Eine Powerfrau ist eine Frau mit Jesus in ihrem Herz. Das merkt man daran, dass wenn sie keine Zeit in der Stille und Ruhe mit ihm hat, im Gebet, im Hören, im Bibellesen, im Lobpreis, dass ihre Kraft ganz schnell zuende ist und sie nur noch herumknatscht und sich überhaupt nicht mehr voller Energie und Kraft fühlt. Mich gibt es nicht ohne meinen Jesus. Meine Kraft kommt alleine von ihm.

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Geschenk von meiner Oma zum ersten Buch. Wow, sie ist echt eine ganz kreative, liebevolle Frau!

Und das andere, für mich entscheidenste: Jesus sagt im 2. Kor. 12,9 über mich: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!!! Ich bin echt schwach. Ich gebe offen meine Schwächen und Fehler zu. Ich stehe zu ihnen. Ich rühme mich ihnen sogar, weil durch meine Schwachstellen die Kraft Gottes sichtbar wird. Es ist alles ein Geschenk von ihm. Gnade. Nicht, weil ich so toll bin oder es verdient hab. Nein, weil er es geschenkt hat.

Durch seine Kraft kann ich Alles tun. Phil. 4,13 Alles, was ich bis hierher getan habe und sogar noch mehr als das…Wir werden sehen, was er vorhat.

 

Happy Alltag:

Kind sitzt auf dem Potty. Mama: „Mach erst noch deinen Stinki fertig, bevor du in die Küche rennst!“ Kind: „Is muss tein Stinki, ich muss Sokolade!“

Abends im Bett, im Delirium, kurz vor dem Einschlafen, murmelt es: „Wenn Jesus kommt, kämpfen wir und dann feiern wir Ostern.“

C: „Ich hotte keine Zeit, meine Zeit war geläuft.“

Vom Angeben beim Hände eincremen: Kind 1: „Ich hab die erste Hand schon fertig!“ Kind 2: „Und ich die zweite!“ Kind 3: Ich hab die dritte Hand schon fertig!!

 

Kennt ihr die O´Bros?

 

2 Brüder, um die 20 Jahre alt aus München, die Hip Hop mit christlichem Inhalt machen! Hammer genial, rein, lustig, gutaussehend, total frei, keine Menschenfurcht, voller Autorität und Selbstbewusstsein, voller Liebe zu Jesus und zu seiner Gemeinde, cool und richtig klasse Texte!

Ich bin ganz begeistert! Wenn ich 20 wäre und noch Single würde ich sie heiraten wollen! Jetzt bin ich aber 32 und verliebt verheiratet und würde gerne mal ihre Eltern kennenlernen und mich mit ihnen über ihren Lifestyle als Familie unterhalten. 🙂

Bald sind sie sogar hier in der Nähe zu Konzerten unterwegs. Sehr empfehlenswert. Leute, die sich selber nicht zu wichtig und zu ernst nehmen und voller Leidenschaft Gottes Gegenwart in ihre Welt bringen. Macht weiter so Jungs!

Und zum Abschluss fängt die Fastenzeit an: Inka schreibt auf ihrem Blog was richtig Gutes dazu und auch zum Thema, wie wir Mamas mit Ruhe und Zeit mit Jesus im Alltag umgehen können: https://alltagsliebe.com/2019/03/06/ruhe-finden-im-alltag/

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Und was fastet ihr so?

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Waaaaaah !!!

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©Copyright von all pictures bei M.M.Lauser

 

Kostenlose Leseprobe gibts online hier.

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Angst

Ich lese einen Zeitungsartikel, den mein Papa mir geschickt hat. Es geht darum, dass in unserer Gegend wohl vermehrt Situationen aufgetreten sind, in denen Leute (ich meine mich zu erinnern, dass nur von Männern die Rede war) in Fahrzeugen Schulkinder angesprochen haben und ihnen Dinge schenkten und wollten, dass sie ins Auto einsteigen.

Horrorvorstellung von uns Eltern. Angst kriecht von ganz unten hoch. Was wäre wenn es mein Kind ist??? Mir fällt etwas auf: JEDES der Kinder, die angesprochen wurden, reagierten ganz ganz toll: Nein! Sie stiegen nicht ein und wussten, was zu tun ist. Wow, das ist doch echt toll. Ein Kompliment an uns Eltern. Diese Eltern und vielleicht auch Schulen oder sonstige Leute, die mit den Kids zu tun haben, haben einen guten Job gemacht. Und das werden wir auch weiterhin tun.

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Total passendes Bild während dem Lobpreis am Sonntag im Gottesdienst gemalt.

Ich habe keine Angst. Es wird immer Leute auf dieser Welt geben, die innendrin sehr kaputt und krank sind und miserable Entscheidungen treffen. In dieser Welt leben wir und auch unsere Kinder. Aber ich bin an dieser Stelle einmal mehr so unendlich froh und dankbar, dass ich Jesus habe. Er ist stärker als diese Welt. Als aller Mist und Müll. Und ich muss keine Angst haben. Das darf ich auch meinen Kindern weitergeben. Ihnen in Ansätzen erklären, in welcher Welt wir leben, ohne ihnen Angst zu machen. Ihnen ganz praktisch erklären, was zu tun ist, wenn jemand etwas mit ihnen machen will, was nicht gut ist. Sie zum Erfolg ausrüsten. Wenn einer sie auf der Straße anspricht, ein lautes „Nein“, wenn er nicht hört, schreien, rennen, Hilfe suchen und „immer in die Weichteile“:) Unsere Kinder sind keine Opfer. Sie sind stark und mit Jesus an ihrer Seite nie alleine. Da werden sich alle, die was Böses wollen, kräftig umschauen.

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Wir dulden höchstens Gurkenräuber bei uns:) (Merke: Kinder kopieren das Verhalten ihrer Eltern 1:1!)

So kann man mit diesem Thema natürlich nur umgehen, wenn man das auch selber wirklich glaubt, sonst merken das unsere Nachkommen natürlich sofort. Spätestens bei diesem Thema ist es von Nöten, seine eigenen Ängste mal genauer anzuschauen und sich zu überlegen, woher man denn in diesem Leben seine Sicherheit und seinen Halt bekommt?? Jesus bietet uns Unschlagbares an: Leben in Freiheit. Durchtragen durch die dunkelste Nacht. Frieden im Sturm. Er steht mit offenen Armen da und nimmt jeden an, der zu ihm kommt.

Das, was mich sonst noch so bewegt sind meine grauen Haare, die man jetzt deutlich sieht, wenn ich mir einen Pferdeschwanz mache (:(((()und natürlich die Weltpremiere meines Buches nächsten Freitag, den 1. März 2019!!!!!! So unrealistisch, also göttlich, meinte meine treue Weggefährtin Katja.

Wann hast du denn eigentlich Zeit, ein Buch zu schreiben? Fragen sich bestimmt manche und mich auch. Antwort: In Amerika: Einmal die Woche abends und öfter Samstags und in Deutschland: einmal die Woche abends, manchmal morgens und gegen Abgabedatum öfters am Wochenende.

  1. Ich hätte dieses Buch niemals schreiben können, wenn mich mein Andi nicht so hervorragend unterstützt hätte und so oft alle Mädels übernommen hat und das auch noch gerne und mit Vision gemacht hätte. Er hat mich glaub ich kein einziges Mal danach mit langer Miene begrüsst oder mir genervt Vorwürfe gemacht, warum er jetzt diese Arbeit übernehmen musste. Respekt dafür. Dieses Verhalten kenne ich von mir leider ziemlich gut.
  2. Und auch meine wunderbaren Omas meiner Kinder seien hier erwähnt. Ich habe den „unfairen Vorteil“, wie es in Businessplänen genannt wird, dass ich jeweils ca. 10 Gehminuten von hier zwei Omas inklusive Opas habe, die mega fit und liebevoll, immer gerne bereit sind, die Mädels zu betreuen, öfter sogar alle 4. Das ist so ein Geschenk und Segen für mich und ich bin sehr dankbar dafür.
  3. Aber auch hier kann ich nur sagen: Alle Ehre Jesus. Ohne die Wege, die er vorbereitet hat, hätte ich nie ein Buch geschrieben. Wenn wir nicht ins Ausland gegangen wären, hätte ich nie einen Blog angefangen. Wenn er mir nicht die Gabe zu schreiben in mein Sein hineingelegt hätte, hätte ich gar keine Freude daran gehabt. Wenn er uns nicht lauter tolle Ideen in unsere Hände und Köpfe gegeben hätte, hätte ich gar nichts zu sagen. Wenn er nicht die Leute von SCM Verlag auf uns aufmerksam gemacht hätte, gäbe es kein Buch. Es ist sein Weg mit mir bzw. uns. Keine Ahnung (oder zumindest nur eine leise:)) was er damit vorhat. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon sehr. Das Leben mit Jesus ist einfach ein riesiges Abenteuer. Er erstaunt dich, macht dich sprachlos, überschüttet dich, führt dich an Plätze, die du niemals erwartet hättest und du denkst trotzdem noch zu klein von ihm. Er ist noch so viel größer, noch so viel mächtiger und auch so ganz anders, als wir.

 

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Rosen, Tulpen, Nelken… alle Blumen welken, nur die eine nicht und die heißt Vergissmeinnicht.

Ich bin mega dankbar, was für kleine, aber intensive Prozesse ich in den letzten Monaten durchlaufen durfte:

  • Größenwahn, der beim Kloputzen endet;
  • Neid, der ins Erkennen mündet, dass ich zur unglaublichen Freiheit berufen bin, mich unterzuordnen und andere zu unterstützen;
  • Erfolgssucht, die zur Ruhe kommt, in dem Wissen, dass Jesus zu seiner Zeit genau die Türen öffnet, die er will und die auch gut für uns sind;
  • die weise Erkenntnis, dass nicht nur ich die Weisheit mit Löffeln gegessen habe, sondern es noch soo viele andere gute Kanäle gibt, aus denen Ströme lebendigen Wassers fliessen;
  • und schließlich der kurze, total ins Schwarze treffende Kommentar meiner tollen Mama: „Sarah, es geht ja nicht um dich, sondern um das, was Jesus durch dich tun möchte.“ Amen dazu.
  • Ach ja, vor ein paar Wochen kam dann noch die Entmutigung dazu, als Stimmen in meinem Kopf mir vorlogen: „Was willst du eigentlich? Was hast du denn überhaupt zu sagen? Wer sollte denn dir zuhören? Bist du bescheuert, was du da alles in dein Buch geschrieben hast? Wenn das deine Nachbarn lesen! Und die anderen Eltern in deiner Nähe? Was denkst du eigentlich, wer du bist? Außerdem hast du total wichtige Sachen vergessen zu schreiben…“

Ich merkte gleich, dass ich meine Unterstützungscrew brauchte, um mit diesem Sch… fertigzuwerden. Kurze Whats App geschickt und meine Gebetskreisfamilie betete für mich und schrieb mir ermutigende Wahrheiten. Tatsächlich waren diese Stimmen dann einen Tag später besiegt und ich wusste wieder und sagte mir: „Jesus weiß schon, was er tut und damit vorhat. Ich habe seinen Willen getan und bin nur der Stift. Er kennt mich ja am Besten und weiß, warum er genau mich will, mit allen Macken und Fehlern.“ Jetzt bin ich tatsächlich wunderbarerweise innen voller Friede und versuche mir zu sagen, dass es ja ganz egal ist, wieviel von den Büchern verkauft werden und ob die Leute es dann gut oder weniger gut finden… aber es könnte möglich sein, das das Gefühlsbarometer an manchen Tagen vor und nach der Veröffentlichung doch auch mal schwankende Temparaturen anzeigt …:)

 

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Alter !

Unsere Nachbarin hat uns eine Tüte voll mit Schleck vorbeigebracht, die ich umgehend in unsere Süßbox verfrachtet habe. Die Mädels stürzen sich, wie jeden Tag nach dem Mittagessen darauf und sind total im Glück: M: „Mann, ist da viel drin!“ K: „Alter!!!“

Ja, ja, die lieben Süßigkeiten. Grad wollte ich darüber schreiben, dass unsere Family mit ihnen in letzter Zeit ein Thema hat, aber das vermeide ich vielleicht lieber, weil ich doch tatsächlich grad eine Schokowaffelnusstüte verdrückt habe und vorher schon einige Schokopralinen (auf denen stand komischerweise „Toni“ drauf, wahrscheinlich ein verirrtes Weihnachtsgeschenk) und dabei wollte ich eigentlich auf die Zwischendurchesserei und sowieso Süßigkeiten verzichten. Ähm, räusper! Jedenfalls haben meine Kinder sich da einiges von der Mama abgeschaut:) Ich erkenne deutlich, dass wir den Umgang mit Süßem lernen müssen. Strike Verbote sind suboptimal, weil dann, wenn man mal die Möglichkeit hat, frisst man alles in sich hinein. (Ich hab immer die Möglichkeit:(). Alles zu erlauben, ist auch eher nix, weil bei verschiedensten Regionen des Körpers setzt sich dann doch etwas zuviel Masse an. Selbstbeherrschung ist auch hier wieder das Schlagwort. Sie müssen lernen, wieviel gut und wieviel zu viel für sie selbst ist. Einfacher gesagt, als getan. Bei uns heißt der Vorsatz jetzt:

  • Genug trinken,
  • immer Obst und Gemüse irgendwie auch den Anti-Gemüse-Kindern schmackhaft machen (immer Gemüsesticks auf den Tisch, auch mal Abgefahrenes kaufen wie Kaki oder was es so alles zu jeder Jahreszeit gibt, Suppe kochen (da kann man so gut alles reinhäckseln:),
  • viel Bewegung an der frischen Luft,
  • gemeinsam immer mal darüber reflektieren, was wir am Tag alles so essen und ob das gut ist,
  • 3 gute, richtige Mahlzeiten am Tag, alle zusammen am Tisch, ohne Rumgehampel (!!das ist essentiell:))für die Mamas zumindest).
  • Und ihre riesen neue Errungenschaft: Die Großen dürfen sich so viele Sachen, wie sie denken, dass gut für sie ist aus der Süßbox nehmen! (Naja, es gab schon einige Male maßregelnde missbilligende Kommentare der Mutter oder Fräulein Rottenmeier, aufgrund der Größe des Haufens, der begehrt wurde:) Ihr wisst ja, was ich meine. Aber die Kinder sind ja am Lernen und professionelle Fehlermacher. Genial, dass ich sie lehren und begleiten darf, damit sie auch auf diesem Gebiet Siegerinnen werden.

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„Mama, beim Beckenbodenkurs, pieselt ihr da immer?“ Nein. „Seid ihr dann im Wasser?“ ? Grund dieser Nachfrage war meine Teilnahme und mein Bericht am nächsten Morgen über den besagten Kurs. Sie interessierten sich natürlich, wo denn der Beckenboden überhaupt sei. Super Frage. Meine Erklärung war (wie immer:)) treffend und kindgerecht. (Danke Jesus) „In der Scheide innendrin und wenn ihr beim Pieseln mal kurz stoppt und wieder loslasst, dann macht das der Beckenboden.“ Gesagt, getan. Natürlich probierte das Eine nach der Anderen auch dann gleich aus und fand stolz und siegesgewiss heraus, dass vorhergenannter Muskeln auch bei ihr existiert. Preis den Herrn! Diese Achtsamkeit ist schon mal der erste Schritt.

 

Ich hatte Frei!!

Mein bester aller Ehemänner lies mich aus vollem Herzen ein Wochenende in einer wundervollen (also voller Wunder) Gemeinde in Uffenheim mit unseren Freunden J&J verbringen. Es war tiefenentspannend und wirklich voller Wunder. Ich hatte Samstags die ganze Zeit so ein nerviges Gerstenkorn im Auge, das juckte und mir die Sicht vernebelte. Im Gottesdienst wurde um Heilung gebetet, aber ich meldete mich nicht, weil ich dachte, dass das so ein Augenweh ja pillepalle sei. Einmal kurz sagte ich mehr oder weniger vor mich selber hin: „Jesus, es wäre echt cool, wenn das Teil weggehen würde.“ Ging es dann aber nicht. Naja. Dann fuhren wir nach Hause und plötzlich bemerkte ich, dass mein Auge ganz glatt war und ich wieder ganz scharf sehen konnte. Hallelujah!! J musste kurz bremsen, weil er erschrak, als ich meinen Erstaunens- und Jubelschrei loslies. Danke Jesus! Du tust heute noch Wunder! Allein deine Gegenwart verändert alles und du berührst Menschen.

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Endlich mal ein Foto, dass ich ohne schlechtes Gewissen ins Netz stellen kann. (ich hab alle um Erlaubnis gefragt!!!) Superscharf und total wach!

 

Unserer Übernachtshost hieß Debby und ist eine außergewöhnliche Perle. Sie überlies mir ihr Bett und schlief in ihrem Gebetszimmer fröhlich und glücklich fast auf dem Boden. Ihr Kommentar dazu:“ Ich mach das nicht bei jedem Gast so. Ich frage vorher den Heiligen Geist, was er tun möchte.“ Danke Debby und heiliger Geist, dass ich zwei Nächte so beschenkt und bequem schlafen durfte.

Dann kamen wir wieder heim und ich fragte Andi: „Wie war es das ganze Wochenende mit allen vier Kindern?“ Mein Mann drückte sich, wie gewohnt gewählt und erlesen aus: „Größtenteils gut, aber Erziehung war auch gefragt.“ „Ach, wirklich?“ schoss mir als erstes durch den Kopf, aber ich sprach es nicht aus, weil ich ihne liebe und ehren möchte. (Im Nachhinein bin ich ganz stolz auf mich, dass ich das tatsächlich nicht ausgesprochen habe.) Unsere Worte übereinander haben so viel Macht. Er hat ja Recht. Das ist unser Alltag, gell Mamas! Wir wissen genau, wie sich das anfühlt. Schön, wenn die Papas das auch so erleben dürfen und uns viel besser verstehen. Und ich bin so mega beschenkt und stolz auf ihn, dass er das einfach so macht und meistert! Danke Andi!

 

Nach so einer Zeit ohne Kinder freut man sich wieder ganz neu und anders auf sie und hat neue Kraft. (Zumindest eine Weile:)) Sehr zu empfehlen. Auch für euch Ehemänner wird es sich lohnen. Happy Wife, happy life. Wir Frauen müssen gut gut auf uns selbst achtgeben, wir sind das Thermostat zuhause.

(Grade esse ich so kleine, viereckige Kaubonbons, die man früher in der Apotheke bekam. Hab sie zufällig auf dem Schreibtisch gefunden. Gut, dass mich meine Kinder nicht sehen.)

 

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Ich hab ein Problem

I have a dream ääh problem…

Ich weiß gar nicht, wie ich es richtig beschreiben kann, aber grade hab ich ein echt ein doofes Gefühl hierbei und irgendwie sehr wenig Lust mehr was zu schreiben. Grund dafür sind Fragen, die mich bewegen: Wie viel von sich und noch eher von seinen Kindern darf man im Netz bzw. online preisgeben? Darf und sollte man Fotos von seinen Kindern ins Internet stellen? Die Einen sind sich ganz sicher: Das geht gar nicht. Die Anderen sagen: So schlimm ist das doch auch nicht, was soll schon passieren?

Gerne wäre es mir ja total egal, was alle anderen zu diesem Thema sagen und denken und meinen. Es ist ja jedem seine eigene Entscheidung und Verantwortung mit diesen Fragen umzugehen. Er muss dann natürlich auch mit den Folgen klarkommen und zu seiner Einstellung auch Feedback und Kritik ertragen. Ich habe aber noch keine ganz feste Meinung dazu und obendrein möchte ich natürlich, dass alle mich ganz toll finden,  mir gratulieren, dazu, wie ich lebe und was ich so mache. Ich möchte nix falsch machen und es so gut es geht, allen relativ Recht machen (Kennt ganz sicher niemand diese Gedanken, schon gar nicht wir Frauen:))

Ich lese meine alten Blogeinträge durch, von unserer Zeit im Ausland, alles war so frei, so lustig, so leicht, so persönlich und doch so weit weg. Ich machte mir über nichts und niemand Gedanken, wer das liest oder toll oder blöd finden könnte. Ich habe einfach geschrieben, was wir erlebt haben, ohne Nachzudenken.

Aber alles hat seine Zeit, Zeit zum weinen, Zeit zum lachen, Zeit zum trauern, Zeit zum tanzen… Steht in der Bibel im Buch Prediger. Zeit zum so bloggen, Zeit zum anders bloggen… Im Buch drücke ich es so aus: Alles ist nur eine Phase. Ich kann und muss jetzt mehr nachdenken. Meine Kinder sind größer, mein direktes Umfeld liest diese Beiträge (was voll die Ehre ist, finde ich übrigens), Gott erweitert mein Gebiet und mein Lebensgefühl sonnt sich nicht mehr neben dem Sunshine State, sondern muss sich mit den Schattenseiten des so ungreifbaren Cyberspace auseinandersetzen. Meine Gabe und Leidenschaft ist Ehrlichkeit und ich lieeebe echte, bunte Fotos mit realem Leben drauf. Ich schreibe über das echte Leben und die Beziehungen, die es ausmachen. Unsere Familie hat die Berufung Perlen in einer offenen Schale zu sein. Punkt. Das ist eine Ehre und hat, wie alles, auch seinen Preis.

Nur ich muss jetzt für mich einen neuen Weg finden, mit diessem Blog, dem Internet und Informationen gut, weise und auf meine Weise umzugehen. Über welche Themen kann ich zu welchem Zeitpunkt schreiben und welche Fotos kann ich veröffentlichen? Das ist mein aktuelles Problem, besser gesagt Wachstumsknoten. (Das ist es nämlich in Wahrheit, hab ich beim PEPP Eheworkshop mal gelernt. Super zu empfehlen, bald findet bei uns hier einer statt und anderorts auch viele tolle Ehe Angebote, es ist nämlich Marriage Week.)

Ich bin versucht, alle möglichen Leute zu fragen und zu stalken, wie sie es machen, aber ich weiß, dass mir das meinen eigenen Weg nicht zeigt. Ich brauche ein Wort direkt von Jesus. Dann kann ich meinen Weg gehen. Ohne dass es mich gleich umhaut, wenn mal jemand Kritik an mir äußert oder mich hinterfragt. Ich brauche seine Anweisung und Zusage und Ermutigung, dann kann ich meinen Weg gehen. Ich habe ihn schon schriftlich gefragt und mir aufgeschrieben, was mir in den Sinn kam und es sind einige gute Dinge dabei, aber ich brauche noch mehr, um ganz Friede zu haben. Ich werde immer wieder im Gespräch mit ihm darüber bleiben und abwarten, was er mir sagt.

Meine Lösungsvorschläge direkt aus dem Bauch heraus:

  1. ausreisen (Andi sagt, dass geht grade nicht)
  2. alles löschen (völlige Trotz- und Überreaktion)
  3. gar nichts mehr schreiben (damit vergrab ich meine Talente)
  4. Pause („Du, Pause?“ fragt Tiana mich oft, wenn sie mich mit meiner Tasse Kaffee nach dem Mittagessen dasitzen sieht. Sie hat das Prinzip der Mittagspause wohl schon gut verinnerlicht, an der praktischen Umsetzung arbeiten wir noch.)

Hier übrigens schon das nächste Problem: Darf man die Namen der Kinder schreiben? Ging grad total automatisch.

Eins ist mir glasklar: Ich möchte kein Sklave der Angst sein. Angst ist es nämlich, was uns oft zu allen möglichen (und unmöglichen) Dingen antreibt.

Oft wäre es mal gut, wenn wir uns fragen: Vor was habe ich eigentlich Angst?

In meinem Fall eher: Wer oder was möchte dich hier entmutigen? Wer oder was möchte dir alle möglichen Steine in den Weg legen, damit du nicht deine Berufung und das, was dir Spaß macht ausleben kannst? Wer pflanzt dir irgendwelche Horrorszenarien in deinen Kopf, was alles möglich wäre ? Wer will dir deine Freude und Freiheit rauben?

Jesus hat alle Angst besiegt. Er ist stärker. Er ist grösser. Er sieht weiter. Er hat immer eine Lösung. Für ihn ist nichts unmöglich. Er schenkt mir Weisheit. Er gibt mir lustige Ideen für tolle Fotos. Er legt seine Worte in meinen Mund. Er legt einen „Ring of fire“ um meine Familie. „Und ich werde eine Mauer aus Feuer um sie sein und die Herrlichkeit in ihrer Mitte.“ Sacharja 2,5 . Das nehme ich als mein Versprechen und meine Verheissung. Darauf vertraue ich. Natürlich verhalte ich mich trotzdem nicht dumm und unverantwortungsvoll, aber doch mutig und entschlossen. Greater is he, that lives in me. Amen.

Und hier kommt sie wieder, meine Leidenschaft…Danke Jesus.

 

 

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Be my valentine

An unserer Schule kann man Valentinskärtchen mit Herzlolli versenden. OOOOhhh, da werden alte Erinnerungen wach. Diese Unsicherheit und die aufregende Erwartung, ob es wirklich sein kann, ob es tatsächlich möglich wäre, ob der Traum aller Träume in Erfüllung geht und man von einem unbekannten (natürlich supertollen und supersüßen) Jungen etwas geschickt bekommt. Natürlich nichts bescheuertes oder eine Veräppelung. Nein, etwas das total ernst gemeint ist und dann auch noch schön geschrieben wurde. In meinem Fall ging dieser Traum nie in Erfüllung und alle Aufregung löste sich nach der Verteilung in Luft auf, ach nein, eher Neid auf die, die tatsächlich einen unbekannten (oder etwas bekannten) Verehrer hatten. Und jetzt ist meine Tochter in der ersten Klasse in der Schule. So gut, wenn man sich noch etwas dran erinnert, wie das so war und welche Gefühle einem im Kopf und Bauch herumschwirren. Und gut zu wissen, dass ich relativ normal geworden bin, obwohl ich jedes Mal die Anspannung und dann die Enttäuschung aushalten musste. Das werden sie alle gut schaffen und die Freundinnen schicken sich gegenseitig Liebesbekundungen. Wie früher.

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Liebesbekundung zum Geburtstag: Die besten Töchter aller Zeiten bastelten 3 Tage im Geheimen 49 Papierblumen als Tischdeko!!! (Bitte notieren: Diese Zahl entspricht (noch) nicht meinen Lebensjahren:)

 

Unsere Jüngste wird jetzt doch aufs Töpfchen gesetzt. Wie es zu diesem Umschwung des Planes kam, weiß ich gar nicht mehr. So ist das doch oft mit den Erziehungsmaßnahmen: Man nimmt sich etwas vor und dann ändert man es doch wieder, weil man merkt, dass etwas anderes besser passt. Flexibel sich auf das Kind einstellend und vor allem die gegenwärtigen eigenen Kraftreserven beachtend, weil ohne die braucht man gar nichts neues anfangen. (weil man es dann doch nicht durchzieht.) In meinem Fall bemerkte ich vielleicht die Regelmäßigkeit, mit der sie sich direkt nach dem Essen hinters Sofa verzog, um angestrengte Geräusche zu machen. Und vielleicht dachte ich an den ständig überquellende Windeleimer und die zuende gegangenen Windelsäcke. Also setze ich sie nach jedem Essen auf ihr Potty. Da sitzt sie auch ganz brav und schaut Bücher an und macht ihr kleines und großes Geschäft. Wunderbar. Danach lasse ich auch hin und wieder die Pampi aus, rede ihr eindringlich ein: „wenn du musst, ganz schnell mir sagen!!!“, man kann es ja mal probieren. Hin und wieder ist der Body und die Strumpfhose später nass und ich ärge mich ein bisschen. Das hört sich dann hin und wieder so an:

Mama:“Oh man, so eine Sauererei!“ Tiana:“Ja, Saueei.“ Mama: „Das hätte doch echt nicht sein müssen.“ Tiana:“Ja, nis sein müssen.“ Mama: „Das ist echt nervig.“ Tiana: „Est nervig.“ Mama: „Nächstes Mal musst du es vorher sagen.“ Tiana: „Ja, voher sagen.“ Treuherzig schaut sie mich mit großen Augen an: „Sori, Mama.“ Was soll ich da noch sagen?

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Zum Wärmen

Jemand sucht das/den Schulranzenprospekt. Erstgeborene: „Mama, du hast das weggeschmissen, aber ich hab es gerettet!“ Sie geht zielgerichtet auf die Kommode zu und holt das Prospekt aus dem kleinen, ganz rechten Fach raus.

Eine Schulfreundin isst bei uns zu Mittag. Ihr wird erklärt:“ Wir müssen jetzt immer Curry essen, weil die Mama und der Papa kochen immer nur noch mit Curry!“ Glatte Lüge, sogar zweimal: Immer und immer nur noch! (Andi hat „echtes“ Curry aus Singapur mitgebracht und liebt es damit zu kochen). An dem Tag gab es Würstchen mit Gemüse – ganz ohne Curry.

Ich habe in der Offenbarung gelesen, wie einmal das neue Jerusalem, (ich glaube, das ist das, was man im Allgemeinen unter Himmel meint, wenn man über das Leben nach dem Tod redet) aussehen wird. Ich war begeistert und freute mich schon darauf, diese tolle Entdeckung mit meinen Mädels zu teilen. Eine goldene Stadt, mit goldener Hauptstraße, strahlend, voller Glanz, mit einer riesigen durchsichtigen glänzenden Mauer drumrum, die Mauer auf 12 Grundsteinen, die alle aus verschieden bunten Edelsteinen bestehen und 12 Tore komplett aus Perlen!! Man fasst es nicht! Gold und bunt. Die Lieblingsfarben meiner Mädels. Ich kündigte ihnen an, dass ich ihnen etwas ganz besonderes vorlesen wolle. Die Erste setzt sich zu mir:“ Oh ne, nicht die Bibel. Auch noch die Erwachsenen.“ Die Zweite kommt ins Zimmer: „Was, die blöde Bibel? Menno.“

Ich grinse in mich hinein und denke: Blog. Was soll ich dazu sagen? Ganz normal!!!!!!! Ich lese es ihnen trotzdem vor, weil ich es so toll finde und danach noch eine Geschichte ihrer Wahl („Kannitverstan“ von Johann Peter Hebel). Kommentar zum Schluss: „So schlimm war es dann doch nicht, eigentlich ja cool.“ Puhh, wieviel Weisheit wir Eltern brauchen !!! Heiliger Geist, hilf du uns! Wir brauchen dich ständig!

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Wir begrüßen Prinzessin Eddingkopf herzlich in unserer Familie

 

Sarah goes professional.  Heute in einem Monat ist es tatsächlich soweit!!! Mein erstes Buch wird veröffentlicht!!! Wirklich etwas besonders. Ich erinnere mich noch ganz genau an das Gefühl, als ich eine E-Mail bekam und dort drinstand, ob ich mir vorstellen könnte, ein Buch zu schreiben. Jubel Jubel Jubel. Und ich war gar nicht so überrascht, weil Monate zuvor meine Freundin mir, auch zum Geburtstag, geschrieben hatte, dass ich Bücher schreiben werde. Richtig vorbereitet war und ist das alles.

Danke Jesus, kann ich nur sagen. Wer gerne bei mir ein (oder mehrere) Bücher vorbestellen möchte, kann dies tun, indem er eine Mail an happynewwir@gmail.com schickt. Alles weitere erfahrt ihr dann.

Sonst hab ich heute nicht mehr viel schlaues zu sagen, hab alle Worte schon tagsüber verbraucht und bin froh einfach Ruhe zu haben. Ich feiere den Abend.

Ende gut, alles gut.

 

 

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Raising Giant Killers

Ungefähre freie Übersetzung: Wie man Kinder erzieht, die Riesen besiegen! Die göttliche Bestimmung deiner Kinder freisetzen durch Eltern-Sein mit Vision.

Ich hab dieses hammermäßige Buch von Beni und Bill Johnson mit dem gigantischen Titel nicht mal zur Hälfte durch, aber es ist mega. Was mich total freut ist, dass wir das gleiche Herz teilen. Natürlich sind die beiden meilenweit schon vorausgegangen und haben ihren Preis dafür bezahlt. Danke Jesus für diese genialen Vorbilder und Weltveränderer. In meinem Buch gibts eher so ganz praktische Umsetzungen für die ganz erste Zeit von uns Anfänger Eltern, während sie biblische Grundlagen, Denkweisen, Haltungen, Einstellungen, göttliche Prinzipien zum Leben und Erziehen von Kindern (und Enkelkindern!) erklären und aus ihrem Leben erzählen. Totale Wahrheiten, generationenlang erprobt und trainiert und mit durchschlagender Kraft. Absolute Empfehlung!

Punkte, die mir spontan einfallen, total frei übersetzt:

„Wo 2 oder 3 in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Matthäus 18,20). Das ist Familie. Wenn wir ihn einladen, verspricht Gott, dass er ständig da und mit uns ist!“

„Als Eltern sind wir Beschützer und Ermächtiger. Unsere mächtigste Waffe im Beschützen ist das Gebet, und wir müssen unsere Kinder ermächtigen und vorbereiten und ausrüsten, damit sie diese Welt erobern.“

Wer gerne auch mal Englisch liest: Man kann es sogar ohne Versandgebühr hierher shippen lassen, das ist doch mega! (Andi runzelt ungläubig die Stirn, deshalb werde etwas unsicher und hoff, dass ich das auch wirklich richtig verstanden habe:)

Wenn ich für meine Bücherwerbungen Geld bekommen würde, hätte ich schon ganz schön was zusammen. Aber natürlich sind sie für euch kostenlos!

 

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Süß schlafende? Weltveränderer

 

Die Kindersprüche:

„Mama, wie macht ein Hustenstiller das?“ ??? „Hat er vorne so Dinger dran, wo man dran trinken kann?“

„Mama, bitte gib uns noch Schokolade. Bitte, Mama, bitte. Dann bist du die beste Mama der ganzen Welt und ganz treu und gerühmt. Sei gnädig.“

Die kleine Tochter kommt mit einem eindeutigen Duft zu mir ins Bad. Sie schaut mich an und fragt: „Du pupst?“

Ich kann hier nur für mich sprechen und ich finde es ist einfach das umhauendste, beste und wunderbarste eine Mama zu sein! Ich liebe es von ganzem Herzen. Wer sonst bekommt alle die Kunstwerke aus dem Kindergarten, aus der Schule und von daheim? Jedes einzelne ist ein echter, wertvoller Liebesbrief an mich! Zu wem rennen meine Kinder, wenn sie sich angeschlagen haben und es ihnen wehtut mit lauten Geschrei? Dann nehme ich sie kurz in den Arm, tröste sie und schon nach 2 Sekunden rennen sie fröhlich wieder los zum spielen. Durch die Mama strömt Heilung. Zu wem kommen die süßen Kleinen morgens, verwuschelt und verknautscht und verschlafen hingetappst, um sich nochmal einzukuscheln? Zu wem rennen sie beim Abholen freudestrahlend in den Arm? Wem erzählen sie abends im Bett von ihren schönsten und blödesten Sachen, die oft kein Anderer hören darf und wird? Wem erlauben sie nachts, sie zu trösten und beruhigen, wenn sie schreiend aufwachen? Nur ihrer Mama.

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Begrüssungsplakate nach der Geschäftsreise

Oder genauso schön ist es bestimmt ein Papa zu sein. (Ich mein, das weiß ich ja nicht aus persönlicher Erfahrung) Aber wer wird wie ein Superstar mit Freudenjuchzen und dicken Umarmungen begrüsst, wenn er heimkommt? Bei wem klammern sich die Kinder an jedes verfügbare Hosenbein, damit sie ganz nah bei ihm sein können? An wen hängen sie sich an den Arm und übersähen diesen mit klebrigen Küssen und verkünden aus vollstem Herzen : „Ich lieb dich am allermeisten, du bist der allerbeste Daddy.“

Wer sonst, außer unsere Kinder setzen eine komplett neue Bandbreite an Gefühlen in uns frei? Wer verändert auf so grundlegende und einfache Weise unser Herz und macht uns zu einem besseren Menschen, wenn wir uns darauf einlassen? Als Eltern werden wir zu kämpfenden Löwen für unsere Kinder und stehen um sie Ängste aus, wie für nichts und niemand davor. Wir platzen vor Stolz über diese kleinen Menschen und unsere Augen quellen über vor Liebe und Dankbarkeit. Sie reizen uns bis zum Umfallen und kennen unsere Schwachstellen genau. Durch sie lernen wir, an uns zu arbeiten und werden immer wieder daran erinnert, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben.

Wir als Eltern haben die Möglichkeit Menschenleben zu prägen, so stark wie kein anderer nach uns. Wir dürfen Schätze in die Herzen unserer Kinder hineinlegen. Wir legen die Grundlage für ein Leben, das die Zukunft unserer Welt prägen wird. Das, was wir als Mamas und Papas unseren Kindern vorleben und beibringen, so, wie wir ihr Herz berühren, wird immer tief in ihnen sein.

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Kinder zu bekommen und zu haben ist ein riesiger Schatz und ein absolut unverdientes Geschenk. Nichts anderes auf diesem Planeten kann damit verglichen werden und es kann durch überhaupt gar nichts anderes ersetzt werden.

Ich träume von uns als Mamas und Papas, die ihre Kinder mit Leidenschaft erziehen und diese gewaltige Berufung ergreifen und ihre gottgegebene Verantwortung auch in diesem Bereich mit aller Zeit und Kraft ernst nehmen.

Gott hat uns Eltern als Leiter und Verantwortliche für unsere Kinder eingesetzt. In allen denkbaren Bereichen. An allererster, alleroberster Stelle. Wir würden sie manchmal gerne an andere abgeben: Staat, Kirche, Einrichtungen, Erzieher oder sonst wen. Aber wir werden am Ende Rechenschaft ablegen müssen, darüber, wie wir mit diesem, uns anvertrauten Gut, umgegangen sind.

Ich möchte meine Mädels als Giant-Killer erziehen. Ich will Raketen anzünden. Ich werde mein Bestes geben und alle Schätze in sie hineinlegen, die ich jetzt schon kenne. Ich werde jeden Tag dazulernen, für mich und für sie. Für den Rest werde ich Jesus und den heiligen Geist bitten, das Ihre zu tun und jedes Leben in Gottes Hand legen. Und ich und Andi werden immer wieder stundenlange Beziehungsarbeit investieren, um mit ihnen Konflikte zu lösen, zu ihren Herzen vorzudringen und gemeinsam mit ihnen den Frieden zu erkämpfen und zu erleben, den Jesus dann schenkt. Amen.

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Das kann ich wirklich gut brauchen.

Auf einem Vortrag über die (immer mehr zunehmende) Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen hörte ich, dass die Empathiefähigkeit der Kinder dadurch immer weniger wird. Wie genial, dachte ich. In einem Haushalt mit gleich mehreren Weltveränderen kann diese Fähigkeit gar nicht verloren gehen, ist es doch ständig so, das dieser oder jener ein Problem miteinander haben und das dann bestenfalls durch Gespräche miteinander lösen müssen. Sie müssen sich damit auseinandersetzen, wie es jemand anderem geht, wenn sie sich so oder so verhalten, das nennt man Empathie! Also: Je mehr im Cyberspace, desto mehr Geschwister als Ausgleich nötig, ist die Lösung!:) (Andi sagt bestimmt, dass ich das so auf gar keinen Fall stehen lassen darf!:))