Ordnung muss sein

Ich hab ein tolles Kompliment per Sprachnachricht bekommen!: „Du hast so eine Gabe zu ermutigen und gleichzeitig einen zu motivieren und einen Arschtritt zu verpassen!!!

Ich fand das richtig klasse, echt, dass ist das beste Kompliment, dass ich bekommen konnte. Ermutigung im biblischen Sinne nach 1. Korinther ist Erbauung und Ermahnung. Ermahnung ist genau das: Einen Arschtritt geben! Natürlich in Liebe. Aber herzhaft. Ich bete so oft, dass er heilige Geist mir und auch anderen Leuten einen Arschtritt gibt, natürlich sanft und freundlich, aber bestimmt. Damit wir aus unserem Sessel hochkommen und unser Leben in die Hand nehmen! Daher fand ich das total toll. Und es kam sogar noch besser, denn am Tag danach bekam ich wieder eine geschriebene Nachricht von einer Freundin, in der sie sich dafür bedankte, dass mein Putztag ihr echt einen Arschtritt (!!!) gegeben hätte und sie heute auch einige Dinge angepackt habe. Na, da kann ich nur sagen: Hallelujah! Benutze mich so, wie du möchtest Jesus!

Im Gottesdienst beim offenen Mikrofon erzählt eine Frau mit besonderem Style davon, wie letzte Woche ein Bekannter mit ihr sein Leben Jesus geschenkt hat. Bei mir zupft es am Ärmel: „Mama, liebt diese Frau Jesus?“ „Warum fragst du das?“, frage ich zurück. „Weil die hat rote Haare.“

Oh man, dachte ich, was haben meine Kinder für Bilder im Kopf, wie man als Christ aussieht, sich anzieht, etc….?? Dann wurde ich an eine Begebenheit erinnert, die sich erst letztens ereignete. Da schaute ich einen der internationalen Calls der „Watchmen for the nations“. Verschiedene „hochrangige“ Christen aus allen möglichen Ländern waren per Videocall auf einem Bildschirm und teilten miteinander, was ihnen auf dem Herzen liegt. Es war genial, so viel Liebe und Wertschätzung. Gott schafft wirklich Einheit unter seinen Kindern. (Hallelujah!) Einer davon kam mir aber irgendwie komisch vor, so aufgesetzt. Er grinste eigentlich die ganze Zeit, so dass man seine weißen Zähne sah und wirkte dadurch irgendwie sehr oberflächlich auf mich. Ich reimte mir zusammen, dass er bestimmt Amerikaner sei, bis ich schnallte, dass es Mike Bickle war, der Gründer des IHOP Kansas City, einer meiner Heroes des Glaubens und ein absolut tiefer Liebhaber Jesu! Ich war peinlich berührt und schämte mich schon etwas…Ich habe schon mehrere Bücher von ihm gelesen und mega viel gelernt und in mein Leben integriert und seine Leidenschaft für Jesus entfacht mich total selber…. So viel dazu…Ihr schaut was vor Augen ist, der HERR aber schaut das Herz an! Gott ist ein Gott, der unsere Herzen anschaut.

Außerdem ist er ein Gott der Ordnung und des Friedens. (1. Kor. 14, 33)

Schon in meinem letzten Beitrag empfahl ich euch einen Vortrag darüber, wie Familie funktioniert. Der erste Punkt ist: Ordnung. Damit eine Familie funktioniert sollte jeder seinen Platz haben. Und eine gute, gesunde Ordnung für eine Familie ist:

  1. Selbsttranszendenz!? (das Wahre, Gute, Schöne. GOTT.)
  2. Ehepartner
  3. Kinder
  4. Eltern+Schwiegereltern
  5. Geschwister

Frage, die zuverlässig regelmäßig von allen vier Kindern gestellt wird: „Mama, wen liebst du mehr? Mich oder xy?“ Antwort ist immer die Gleiche: „Ich liebe zuerst Jesus, dann den Papa und dann meine 4 allerbesten Kinder!“

Ordnung muss sein auch im Telefon. Hat noch jemand immer wieder Selfies seiner Kinder in seiner Galerie?

Ich hatte ein richtig tolles Erlebnis durch ein Youtube Video von Isabella, die eine Freundin meiner Freundin ist und sich zur Zeit in Amerika befindet. Sie gibt einen kurzen Input und führt dann in eine Zeit, in der man Jesus Fragen stellen kann und aufschreiben und aufmalen soll, was einem in den Sinn kommt. Sowas liebe ich. Irgendwann sollte man Jesus die Frage stellen, was er an einem liebt. Also pausiere ich das Video und frage innerlich so: „Jesus, was liebst du an mir?“ Mein Blick fällt auf mein Sofa, auf dem kreuz und quer die Kissen herumliegen und mir kommt der Gedanke: „Du kannst Chaos so gut ertragen wie ich.“ Der Gedanke hörte sich erstmal total komisch an und ich kapierte ihn selber nicht, ausserdem war ich mir unsicher, ob der überhaupt theologisch richtig sein kann und nicht nur ein Produkt meiner Phantasie war, weil ich halt grad auf den Sofa gekuckt hatte. Ich schreibe ihn mal vorsichtig mit einem Fragezeichen dahinter auf. Dann nehme ich mir Zeit darüber nachzudenken…“Du kannst Chaos so gut ertragen wie ich“. Ja, das stimmt, ich kann wirklich ganz ok Chaos ertragen, mir macht Unordnung nicht so viel aus, aber Gott??? Mir kommt der Gedanke, dass Gott kein Perfektionist ist. Er ist nicht an einer perfekten Performance oder Appearance (Aussehen, Schein) interessiert.

Er sieht die ganze Unordnung, das ganze Chaos in meinem Leben und in dieser Welt jeden Tag. Und er hält es aus. All die Ungerechtigkeit, die Verletzungen, die Wut, die Lüge, das Heucheln, das SO-TUN-ALS-OB, die Angst…Er kommt nicht in Stress oder brüllt herum und will schnell schnell alles aufräumen, damit es auch wieder ordentlich aussieht… Er hält es aus und trotzdem brennt sein Herz dafür, seine gute Ordnung, seinen Frieden in dieses Chaos der Welt hineinzubringen. Aber er will nicht nur äußerlich, oberflächlich alles schön machen, damit es gut aussieht fürs Foto und er gut dasteht vor anderen Leuten…, nein, er will mitten rein ins Chaos und von tief drinnen alles sauber und schön machen. Er will rein, in die Unordung, ins Unperfekte und es zum aufblühen, zum aufleuchten bringen. Sein Herz brennt dafür, seine Menschen mit Freude und Liebe und Kraft zu erfüllen, damit dadurch diese chaotische Welt zum Frieden kommt. Von innen nach außen. Gott liebt Ordnung und er wird seine vollkommene Ordnung herstellen, wenn Jesus (bald!) wiederkommt und alles neu macht. Bis dahin hält er die Unordnung souverän aus und sogar in seiner Hand und hat immer immer immer seine liebenden Arme ausgestreckt für jeden von uns, der sich hineinwerfen möchte.

Wenn du dir ca. eine halbe Stunde Zeit nimmst, wirst du Jesus ganz real erleben und Gottes Stimme hören. Try it!

Es ist einiges los in unserer Welt und unserem Land. Zum Beispiel im Pergamonmuseum Berlin. Ein besonderer Ort. Wohl eines der meist besuchten Museen Deutschlands und aktuell gemeinsam mit anderen Museen in die Nachrichten geraten wegen Beschmierungen auf verschiedenen Ausstellungsstücken. Als ich davon gelesen habe, fiel mir sofort diese Predigt von Tobi Teichen vom ICF München ein, mit super krassen Hintergründen über dieses Museum, unser Land und unsere Hauptstadt. Müsst ihr euch unbedingt anhören.

Und, weil es immer so schön ist, noch ein Kinderspruch:

Kind:“MAAAAAAAMMMMMMMMAAAAAAAAAA!!!!!“ Mama: „Mach es doch selber, wenn du im Kindi bist, kannst du auch nicht nach der Mama rufen.“ Kind: „Ja, im Kindi mach ich`s alleine, aber zuhause tu ich faulen!“

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