Bis dass der Tod uns scheidet (?) !!!

oder: when 2 become 1

oder: Was wir in den letzten Wochen über die Ehe gelernt haben.

Ich hatte ein Tief. Vielleicht lag es daran, dass ich in manchen Dingen ziemlich emotional reagiere oder grade einfach eine ziemlich außergewöhnliche Zeit ist…. Who knows? (i know who knows.) Jedenfalls ging es mir einfach ein paar Tage nicht gut, ich war innerlich angespannt und verbrachte zuviel Zeit an verschiedensten Bildschirmen. Andi ging es auch nicht so gut, er hatte über ein paar Wochen Rückenschmerzen und musste einige wichtige Entscheidungen treffen, was nicht ganz einfach war. Ich war gestresst von ihm, mir selber, meinen Wünschen und Erwartungen und einfach unzufrieden mit der Welt und meinem Leben. Ich war genervt vom ständigen Daheimsein und mir fehlten meine sozialen Kontakte. Es war öfter grau am Himmel und irgendwie auch in meinem Herzen. Einige Male wurde ich damit konfrontiert, dass Ehepaare sich trennen und merkte, wie das doch mein Herz mitnahm und mich echt zum Zweifeln brachte. Es fühlte sich ungefähr so an:

Ich kannte dieses Gefühl bzw. diesen Zustand nicht wirklich und fragte mich, wie man denn jetzt aus sowas rauskommt…

Vier Dinge hat mir Gott über den Weg geschickt:

No. 1. :

Da war als erstes die „Marriage Week“ und das Videomagazin dazu. Ich erwartete mir ehrlicherweise nicht sooo viel davon und lies das Video einfach mal abends aus Neugier laufen, während wir seit Jahren einmal wieder Rückenübungen im Wohnzimmer machten (wirklich!:)) Als die Schweizer Marc und Manuela Bareth, die Leiter von Family Life Schweiz, ihren Impuls anfingen (ab ca. der 16ten Minute), waren wir beide fertig mit den Übungen, aber saßen gebannt auf dem Boden vor dem Handy, weil es so gut, ehrlich und spannend war. „Mehrlichkeit“ war das Schlagwort. Nicht nur ehrlich mit dem Partner zu sein, sondern „mehr ehrlich“ oder „mutig ehrlich“. Dem Partner davon erzählen, was mich wirklich bewegt. Was ich erlebe und welche Gefühle das in mir auslöst. Was mir Sorge macht oder mich wütend macht oder ich mir wünsche. Und noch sehr viel mehr… Danach sollte man sich gemeinsam darüber austauschen, was wir auch ganz brav taten und das tat richtig richtig gut. Wir haben schon einige Eheseminare und Kommunikationstrainings hinter uns, das Thema war mir also bekannt, aber ich merkte, wie es mir oft schwer fällt, meine Gefühle wirklich zu sagen, weil es mich so verletzlich werden lässt und ich einen sicheren Rahmen dazu brauche, ohne Kinderlärm und mit viel Vorlaufzeit. Das findet man nicht einfach so im Alltag. Man muss es sich einplanen und wichtig nehmen. Das nehme ich mir vor.

No. 2.:

Und dann machte ein Prediger am Sonntag in seiner Predigt eine kleine Randbemerkung: „Was er denn seiner Frau nach 30 Jahren noch Gutes bzw. Neues tun solle?? Er frage den heiligen Geist, was er tun könne oder wie er ihr dienen könne, damit sie noch enger als jetzt verbunden sein können.“ In der Predigt ging es darum, dass Jesus (in Joh 17,21) sich wünscht und für uns betet, „dass wir eins sind, wie er und der Vater eins sind.“ Also er meint damit ja die ganze Christenheit. Aber das gilt ja dann für Beziehungen unter Menschen, also auch für die Ehebeziehung. Mit Jesus ist es also möglich, dass wir als Frau und Mann so nah verbunden sind, wie er und sein Vater! Wow! Da ist doch noch viel Platz nach oben! Unser Ziel als Ehepaare ist also nicht, nach außen so gut wie möglich auszusehen oder zu wirken, sondern dass wir innerlich immer stärker miteinander verbunden sind. Und Jesus betet sogar für uns! Das hatte ich so noch nie auf dem Schirm. Dieses krasse Eins sein! Mann und Frau werden ja sowieso in der Ehe und vor allem in der Sexualität eins. Meine ewige Lieblingsstelle zu diesem Thema: „So wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen und die Beiden werden (ein Fleisch) eins (mit Körper, Seele und Geist) sein. (geniale Predigt hierzu: Tobi Teichen, Dating, REALationships)

Ich liebe den Gedanken an alte Paare, die ihr Leben lang verheiratet sind. Die ein ganzes Leben verbindet. Die gemeinsam Schwierigkeiten und Siege erlebt und bewältigt haben. Die gemeinsame Erinnerungen teilen. Deren Leben tief miteinander verwoben sind. Die sich ganz genau kennen, in der größten Schwäche und der größten Stärke. Die so vertraut miteinander sind, dass sie sich gerne mit ihren Eigenheiten aufziehen und sich stehen lassen können. Die sich verschwörerisch zublinzeln, weil sie wissen, was der andere meint oder sagen will. Die wie durch ein unsichtbares Band miteinander verbunden sind. Es ist möglich. Es gibt kein Limit. Es geht immer noch mehr. Das tat mir so gut und gab mir solch eine neue Hoffnung.

Ja, das will ich. Ja, das ist der Plan mit der Ehe. Immer enger miteinander verbunden zu sein. Bis ans Ende. Seitdem sag ich immer wieder laut zu Andi: „Wir werden das schaffen. Wir werden richtig viel Spaß miteinander haben. Das wird genial werden. Und wir werden uns noch unser ganzes Leben lang ärgern:)“

No. 3.:

Was mich sofort zum dritten Punkt führt: Ein Artikel in der Family Zeitschrift bzw. ein Auszug aus einem Buch von Bernd C. Trümper und seiner Frau Iris. Dort schreibt er, wie er merkte, dass nach einigen Jahren Ehe, seine Gefühle für seine Frau nur noch freundschaftlich, also kumpelig waren. Und wie er dann damit umging. Nämlich nicht zu resignieren und zu sagen: „Ist jetzt halt so, such ich mir jemand anderen“, sondern ganz anders: göttlich. Er rief das, was noch nicht bzw. nicht mehr war, in Existenz. Er sprach immer wieder laut das aus, was er wusste, dass er wollte. „Ich liebe dich“, „du bist meine Traumfrau“ etc….und nach ein paar Monaten veränderten sich tatsächlich seine Gefühle dahingehend auch wieder und er konnte das fühlen, was er zuvor sich gezwungen hatte auszusprechen!! So genial. Aber lest selber oder besser noch, besorgt euch die aktuelle Ausgabe der Family oder wenn ihr mehr wissen wollt das Buch „Quality Time in der Ehe“:

No. 4.:

Ach ja, und nebenbei hatte ich noch eine kleine Krise, weil wir beide ja immer älter werden und weil irgendwie ständig sexy junge Frauen und Männer nachkommen bzw. da sind! Oh mann! Wie gemein!! Aber in meiner Bibel in Psalm 92,15 fand ich Hoffnung und Trost, da las ich über die Leute, die zu Jesus gehören: …und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein !!! Hallelujah und

Amen Amen Amen! Wir werden blühen bis ans Ende und zwar gemeinsam und es wird so schön sein! Wir werden gemeinsam hoch hinaus wachsen, als 2 und doch 1. (Mal wieder unser Mammutbaum Trauspruch Bild!) Du bist mein fehlender Teil und ich deiner! Wir zwei gehören zusammen! Wir werden Abenteuer um Abenteuer gemeinsam erleben und einfach richtig lebendig sein! Bei uns wird´s nie langweilig werden!! Ich liebe es einfach, dich zu ärgern:)

Und falls du, der du das hier gerade liest, dabei bist zu überlegen, ob du vielleicht mal was für deine Ehe tun solltest: TU ES !!!! (Angebote gibt es viele, zb. bei: Team F., Family Life oder genial! Nothing Hidden Ministries) Hier hab ich grad noch ein tolles Youtube Video gefunden, um was es bei dem Ehekurs, bzw. Ehebuch „Liebe in der Ehe“ (Love after marriage) (hab ich auch in meinen Buchempfehlungsliste drin) geht:

Oder falls ihr als Ehepaar schon dran seid an eurer Ehe zu arbeiten oder Hilfe von außen in Anspruch nehmt: Seid ermutigt! Ihr seid auf dem RICHTIGEN Weg! Unsere Ehen werden von selber eher schlechter. Sie gehen so leicht unter in all den sich-ständig-vordrängenden Dingen. Kämpfen wir um sie. Geben wir ihnen Priorität. Investieren wir in sie, zeitlich und finanziell. Überwinden wir die Unbequemlichkeit, Scham oder sonst was und machen uns auf den Weg, wirklich solch eine Beziehung zu erleben, die Gott sich gedacht hat! Ich weigere mich, mich mit weniger zufrieden geben! Und ich werde mich auch nicht mit weniger zufrieden geben!

Die Ehe ist ein Schatz und ein göttliches Geheimnis.

Wohl dem, der sie hat und nicht leichtfertig mit ihr umgeht. Sie nicht als selbstverständlich und selbstlaufend ansieht. Der ihren Wert erkennt und sich immer wieder aufmacht, das Beste aus ihr zu machen. Wie schön ist es, zu wissen, dass da jemand ist, der mit mir ist. Der sich um mich sorgt, wenn es mir nicht gut geht. Der mir seine Zeit und sein Herz schenkt, immer wieder. Der nicht beim Äußeren stehenbleibt, sondern sich die Mühe macht, das Innere zu suchen und anzunehmen. Wie schön, wenn ich jemanden habe, der gemeinsam mit mir alt wird. Wie schön, dass ich jemanden habe, um den ich mich kümmern darf. Der mir anvertraut ist. Dem ich Freude machen darf. Den ich überraschen und begeistern darf. Wie schön, dass ich mich immer wieder aufmachen darf, um das Beste für ihn zu suchen und zu tun.

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