Mamas sind Heldinnen

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Hier nach dem Schminken mit Wimperntusche (die Wimpern waren tatsächlich getuscht!) Ein Naturtalent!

Da fragte mich letztens eine ältere Freundin: Fühlst du dich nicht begrenzt und beschränkt und eingeengt in deinen Fähigkeiten? Also weil ich zuhause wohne und lebe und arbeite. 100 Prozent. Seit 7 Jahren bin ich nun Mama und seitdem nicht mehr dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung und ehrlich: es fühlt sich an, wie mein Traumjob. Also in guten Phasen. In anstrengenden denke ich ja über so was gar nicht mal nach, weil erst mal jedes Kind geradegerückt werden muss. Vorwärts, marsch! Aber in guten Phasen ist es für mich kinderleicht in meiner Situation so ein riesen Privileg zu sehen. Wow, mal ehrlich, wer hat so eine Charakterschule, Dienen leicht gemacht, Lehren in verständlicher Sprache, Erklären der Welt in zwei Sätzen, Persönlichkeitstraining vom Allerfeinsten wie wir Mamas? Hautnah, den ganzen Tag, die ganze Nacht und ein Leben lang. Kinder sind Geschenke des Herrn, das zeigt sich hier ganz deutlich.

Da gabs mal ein prophetisches Wort in der IHOP Atlanta für alle Mamas: Das Essen, das du kochst ist heilig. Die Wäsche, die du wäscht ist heilig. (Buchtipp: Veronika Smoor „Heiliger Alltag“. ) Der Herr bereitet dich auf größere Dinge vor. Sei dir gewiss, das Mama Sein ist eine Vorbereitung. Er sieht jedes kleine Detail, das du tust und es ist pures Gold für ihn. Er wird dich reich belohnen. Amen dazu, sag ich nur.

Das ist wahr und das ist mutig. Jesus sagt ganz klar, dass der Größte für ihn der Diener von allen ist. Als Mamas sind wir ganz klar Dienerinen. Was wir alles tun! Für Jesus ist der der Größte, der den vollen Windelsack zuschnürt. (mit allen damit zusammenhängenden Gerüchen) Der, der das verspuckte T-Shirt auswäscht, der, der jeden Tag den Tisch deckt und abdeckt, abwischt und wieder abwischt.

Der Weg nach oben ist der Weg nach unten im Königreich Gottes. Hier gelten andere Gesetze.

Für mich sind Mamas Heldinnen. Wirkliche Heldinnen.

Oft leben wir im Gegensatz zu aller finanziellen Sicherheit oder Versorgung, die Steuerpolitik, das Rentenwesen ?, lautstarke Meinungen von anderen, die anders leben.

Bayrischer_Wald (27)
Äffle (und Pferdle)

Ich weiß genau, dass ich jetzt gerade genau das einzig richtige tue, für mich selber und für meine Kinder. In dieser Phase unseres Lebens. Das kann sich schon bald ändern und wird sich verändern. Und es darf auch beurteilt werden. Aber diese Zeit jetzt nutze ich, Sarah, optimal in meinem Leben. Ich werde sie nie bereuen. Ich werde sie mir nicht vermiesen lassen, durch das bisschen Zeter und Mordio (jeden Tag:). Ich bin ein wenig kämpferisch beeinflusst, habe „Muttertier“ von Birgit Kelle gelesen. Sehr eindrücklich und wütend. Aber gut, ich danke ihr.

Ihr Mamas seid wahre Heldinnen. Es ist so mega wichtig, dass es euch gibt. Ihr seid Nahrung für die Seele und gebt Nahrung für den Körper und Geist. Nichts und niemand kann euch ersetzen. Wenn ihr eure Kraft und eure Begabungen und eure (hohen) Ausbildungen in eure Kinder investiert, ist das keine verlorene Zeit. Eher das groooße Gegenteil. Ihr gewinnt so viel mehr dazu, was man in keinem anderen Job erlernen kann. Das Arbeitsamt warb vor ein paar Tagen  bei mir im Briefkasten, zwecks seinem Fachkräftemangel nun um die „stille Reserve“. Damit sind wir Mütter und „Persönlichkeiten“, die sich um ihre älteren Eltern kümmern, gemeint. Sehr richtig haben sie erkannt, wie viel Kompetenz wir durch unsere Tätigkeit und unser Leben besitzen. Sie wollen uns. Für ihren Arbeitsmarkt. Ich hoffe, dass sie uns dann auch dementsprechend finanziell würdigen. Ich überlegte mir, ob ich gerne dazu aufrufen wolle eine „laute Reserve“ zu sein, wie Frau Kelle. Aber ich denke, mein Weg ist es im Moment einfach erstmal noch einige Zeit (oder so) hübsch „still“ zu bleiben und das zu tun, was der Welt für ihre Zukunft am Besten dient. Nicht noch mehr überforderte, total gestresste Mütter und Kinder, die ihr Leben zwischen Terminen gehetzt versuchen auf die Reihe zu bringen, sondern nur halbwegs „normal gestresste“ Mütter und Kinder, die Zeit haben sich aneinander zu schleifen und die gemeinsam eine einzigartige Kindheit erleben!

Die zweijährige Tochter möchte immer beten und tut das durch lautes Schreien kund. Wir geben ihr den Vortritt und sie betet vor jedem Essen: „Dande Jesus…Mama ist.“ Danke Jesus, dass meine Mama da ist und mich lieb hat. (Das ist die wortwörtliche Übersetzung. 100 Prozent sicher :))

Zum Schluss noch ein kleiner Gruß aus der Küche, bei dem mein lieber Mann nur gequält den Kopf schüttelt, ich aber sage: Humor ist, wenn man trotzdem lacht! :):

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