Blogbock

Hallo Welt, ich bin noch da. Mit mehr Baustellen innen und außen als je zuvor. Zumindest fühlt es sich so an… in Wirklichkeit waren wahrscheinlich schon immer ziiiemlich viele vorhanden….aber manchmal ist man doch überrascht, vor allem, wenn wieder die Gleichen auftauchen…:(

Meine größte Baustelle ist mein Stolz. Erst Anfang des Jahres zeigte mir Jesus, dass es ein ganzer Turm ist, (ziemlich hoch) mit mehreren Etagen unterschiedlichem Stolz… Oh mann! Gott sei Dank, gibt es, wie immer bei unserem Gott eine Lösung: Ich darf den kompletten Stolzturm ihm bringen. Ich gab ihm den Turm durch das Kreuz, wo er in nahm und hinstellte und später durch ein Loch im Boden in die tiefste Tiefe des Meeres versenkte. Hallelujah! Gott sei Dank!

In den Armen des Papas

Wir durften mit Sack und Pack bei der MEHR Konferenz dabei sein. Trotz mehr Stress, um alle 6 Leute zu organisieren und damit jeder auf seine Kosten kam, konnte ich danach spürbar merken, dass sich etwas verändert hatte. Ich war voller Freude und Kraft mit dem heiligen Geist. Juhuu, er treibt mich morgens aus dem Bett und ich bin mir den ganzen Tag bewusst, dass er da ist!! Das ist sooo toll! Ich liebe das…mehr davon!! Jetzt ist die Konferenz schon einige Tage wieder vorbei und ich wünsche mir sehnlichst diese Beziehung zum heiligen Geist zu behalten…im Alltag und alle Tage…hab grade erst heut ein tolles Buch dazu in den Händen gehalten:

Der Heilige Geist, mein geheimnisvoller Freund

Sehr zu empfehlen für Kinder und Erwachsene! Erhältlich unter: http://www.christliche-kindergeschichten.de . Mit vielen Geschichten und Zeugnissen. Richtig cool.

Und auch meine äußerlichen Baustellen beschäftigen mich gut: Als wir unseren Jahresrückblick hielten, war ein Punkt auf Andis Liste zu meiner Person: graue Haare. Schon wie sich das anhört…:( Jetzt hab ich mir die Haare noch ziemlich kurz schneiden lassen, da kommen sie voll zur Geltung! Die Leute bemerken es, machen Kommentare oder auch höflich nicht…:) Ich weiß noch nicht mit Sicherheit, ob und wie ich es tatsächlich durchziehe mit dieser „Crown of beauty“. Es schwankt von Tag zu Tag. Man, bzw. ich möchte ja doch als schön und attraktiv wahrgenommen werden, nicht als abstoßend. Da hatte ich ein ermutigendes Erlebnis. Auf der Konferenz fiel mir einige Male eine Frau an einem Bücherstand auf, die strahlte so richtig. Ich bemerkte, dass sie noch nicht so alt sein müsse und trotzdem graue Haare hatte, aber mega attraktiv war. Nachdem sie mir einige Male aufgefallen war, beschloss ich hinzugehen und es ihr zu sagen. Es stellte sich heraus, dass sie auch ein Buch geschrieben hat mit dem Titel #nofilter. Ihr Name ist Tabea Oppliger und nachdem ich dann daheim am Laptop einiges über sie herausgefunden hatte, bin ich zum Schluss gekommen, dass ihre Schönheit tief von innen drin kommt und aus ihr rausstrahlt!! Eine starke Frau, die Gott liebt und ihr Leben hingegeben hat für die Leidenschaft, die er ihr ins Herz hineingelegt hat. Sie lebt in Tel-Aviv mit ihrer Familie und setzt sich dort ganz praktisch und kreativ gegen Menschenhandel ein und bietet Frauen einen Arbeitsplatz, die aus der Prostitution aussteigen wollen. Sehr beeindruckend und inspirierend!

So viele graue Haare hab ich immerhin noch nicht:)

Da stellten sich mir dann doch glatt schon wieder unbequeme und nervige Fragen in den Weg: UND WAS IST MIT MIR? Wie lebe ich denn so? Für was gebe ich mein Leben hin? Ist mein Leben nicht zu „normal“, um wirklich einen Unterschied zu machen? Müsste es nicht schon heiliger und weitreichender sein? Bin ich zu ungehorsam oder zu träge? Ist mir diese Welt und mein Luxus wichtiger als das Reich Gottes? Mache ich irgendetwas falsch? Und überhaupt, warum wohnen wir denn nicht eigentlich in Tel-Aviv und machen aus gebrauchten Segeln tolle Rucksäcke und geben dabei noch Menschen einen zweiten Start ins Leben? Das wäre doch mal was, wo man weiß, dass man da genau richtig ist, genau was Wichtiges macht, genau bedeutend ist und vor allem auch eine wirkliche Berechtigung hat, etwas zu sagen (und zu schreiben) zu haben, oder?

Heute hab ich keine post-Anfalls (prenatal – postnatal) Antwort zu bieten, weil ich noch mittendrin stecke im Chaos der Gedanken. Ich weiß nur ein-zwei-drei Sachen:

1.Gott ist gut. Er ist besser, als ich mir vorstellen kann.

2. Er macht keine Fehler. Er hat Geduld. Er lächelt mich liebevoll an und streicht mir grinsend über den Kopf: „Entspann dich Sarah, ich hab alles im Griff. Was gehen dich die anderen an? Du, aber folge mir nach!“

Das werde ich tun. Immer weiter, Schritt für Schritt. Ich will der sanften Stimme des heiligen Geistes lauschen und ihm gehorchen, so gut ich es kann (haha, also gar nicht:) Nachdem ich gemerkt habe, dass ich nix alleine auf die Reihe kriege, werde ich immer wieder seine Freundschaft und Hilfe annehmen. Ich werde nicht den Lügen glauben, die mich vergleichen und niedermachen. Mein Gott hat sich was bei mir gedacht und zwar ziemlich viel. Er darf das mit meinem Leben tun, was er möchte, nur dann ist es gut. Alles andere bleibt leer und eine Kopie. Amen.

Nachdem ich heut morgen darin heftigst versagt habe und meine Augen einfach innerlich zugekniffen habe, dass ich niemand um mich herum sehe, schon gar keine Leute mit Krücken oder sonstige, die mir der heilige Geist zeigen wollte, war ich heut nachmittag aufmerksamer und mutiger und durfte eine Frau ansprechen und ihr sagen, wie toll sie und ihr Mann als Eltern sind und welch geniale Ausstrahlung sie als Familie haben. Sie strahlte: „Das hab ich ja noch nie erlebt“. Und schliesslich durften wir für einen Mann beten, der uns zuvor „einfach so“ seine schwierige Familiensituation anvertraut hatte. Super! Aber schwupps, und schon bin ich in der nächsten Falle drin:(: Ich bin ja nicht wer, nur weil ich tolle Dinge tue! Oh, mannomann…

Ich remember mich: Erfolg ist: Gott liebt mich und ich liebe ihn. Das ist wirklich eine gute Nachricht.

Und noch mehr Alltagsleben im Überfluss:

Ich: „I wish you good luck.“ Kind: „Mama, was heißt denn „good luck“? Schwester: „Ich wisch dir den Lack weg.“

Eine besonders schlaue Tochter stellt mir ein Rätsel: „Mama, welche Menschen geben Geld aus, dafür, dass sie sterben?“ ? Antwort:“ Die Leute, die sich Zigaretten kaufen!“ (….emoji mit dem peinlich berührten Gesichtsausdruck für alle Raucher:))

Ich in der Küche: „Oh mann, der Teig ist ja schrecklich!“ Tochter: „Mama, Gott liebt dich und ich auch. Der Teig ist lecker.“

Wir reden über den Kaiserschnitt. Ich erkläre, dass die Ärzte eine Stelle am Bauch aufschneiden und dann das Baby dort rausholen. Kommentar: “ Dann müssen die sich aber danach die Hände waschen.“

Und das Wort zum Abend:

Beim Ins-Bett- bringen: „Mama, sei jetzt leise. Ich muss mich auf´s Schlafen konzentrieren.“

Ps.: Weihnachten ist jetzt vorbei

Andis persönliches Highlight:

Schulkind erzählt ihm: „Papa, wir haben jetzt eine Alexa in der Klasse!“ Papa ganz entsetzt: „Waas? Wer hat denn die mitgebracht?“ Schulkind :“Na, ihre Mutter.“

.

2 Gedanken zu “Blogbock

  1. Hallo Sarah,
    ich fühle mit dir. Mein Jahr ging auch mit einer inneren Großbaustelle los von der ich dachte die wäre jetzt langsam mal erledigt. Ja und graue Haare helfen dabei auch überhaupt nicht. Hab sie mir auch ziemlich kurz schneiden lassen. Immerhin scheint mein Mann sich langsam an meine „blonden Strähnen“ (O-Ton Tochter) gewöhnt zu haben. Wenn er mir immer kritisch auf den Kopf geschaut hat fand ich das viel schlimmer als von anderen. In unserer Beauty-über-alles-Gesellschaft ist es schon ne Herausforderung nicht zu färben. Kenne sonst niemand U40 der den Mut hat und finde das besonders bei Christen schade. Wo es eigentlich ne gute Erinnerung daran und Übung dafür ist anders zu sein. 😉
    An guten Tagen denke ich auch es gibt Schlimmeres…
    Wir haben übrigens letztes Jahr unser 5. Kind in der 9. SSW verloren und es war viel trauriger als ich mir hätte vorstellen können. Nicht dass wir uns nicht ausgelastet fühlen oder so…alles in allem wäre es regelrecht unvernünftig gewesen. Aber wenn meine Eltern und Schwiegereltern vernünftig gewesen wären (bzw Gott sich nicht gegen ihre Vernunft durchgestzt hätte) und bei 4 aufgehört hätten, würde es weder mich noch meinen Mann noch unsere Kinder geben. Was schon schade wäre. Naja, bei meinem Mann hat jetzt trotzdem erstmal die Vernunft die Überhand…und ich kann mich um meine Baustellen kümmern…
    Ach ja, danke für den Buchtipp! Was für ein Verlag ist das? Gibts leider gar nicht mehr bei Amazon.

    Ein gesegnetes neues Jahr noch, auf dass nicht nur deine innere sondern auch deine äußere Weisheit zunimmt! 🙂
    Liebe Grüße, A.

    • Du liebe A.,
      danke für dein ehrliches Mitteilen… Das tut mir total leid, was du erleben musstest. Wie unser Leben doch oft so anders verläuft, als wir es geplant haben… Ich wünsche dir, dass du Menschen zum Anfassen um dich rum hast, die dich dann und wann fest in den Arm nehmen und dich reden lassen und dich einfach lieb haben
      und ich wünsche dir, dass du immer wieder mit allen Tränen, aller Wut, aller Angst, allem Unverständnis und allem anderen, dass so innendrin auftaucht zu Jesus laufen kannst und es ihm hinwirfst. Immer und immer wieder. Und dass dann sein Friede dein ganzes Sein erfüllen darf und du geborgen bist in seiner Hand.

      Das Buch gibts nur bei der Autorin direkt auf der Homepage zu kaufen:
      https://christliche-kindergeschichten.de/christliche-kinderbuecher/Der-Heilige-Geist-mein-geheimnisvoller-Freund-p145777345

      Allerliebste Grüße und eine Umarmung sende ich dir.

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