We are family

Gestern haben wir Mission Impossible 3 angeschaut. Auf Englisch, weil wir können hier im Office DVDs kostenlos ausleihen, natürlich alle auf Englisch.

Meine eigene Mission Impossible geht jetzt seit eineinhalb Wochen. Und sie ist echt cool. Aber der erste Tag ganz allein mit den zwei Kleinen war echt schlimm. Ich bin richtig in ein Loch gefallen, weil mir plötzlich bewusst wurde, was das ganze Abenteuer hier eigentlich für mich bedeutet. Nämlich einen Alltag zu gestalten, der so ganz anders ist als bisher. Sonst bin ich halt immer, wenn ich irgendwie genervt war oder mir die Decke auf den Kopf gefallen ist, jemand besuchen gegangen, ich hatte ja in Haiterbach sehr viel Auswahl. Hier kenne ich noch nicht wirklich jemand. Und die Ami´s sind schon so, wie man immer sagt. Irgendwie anders oder oberflächlich, man hat ein bisschen das Gefühl, dass man nicht zu nahe kommen sollte. Wahrscheinlich oder hoffentlich trifft das nicht auf alle zu.

Deshalb hab ich mich sehr einsam gefühlt. Gott sei Dank kam dann auch schnell das Wochenende und Andi war daheim. Wie das dann so ist, wenn man erwartet, dass der andere alle Erwartungen erfüllt, kam es dann auch prompt zu Blitz und Donner:)

Unser Chalkboard (glaub das heißt Notiztafel)

Unser Chalkboard (glaub das heißt Notiztafel)

Nachdem sich die Luft etwas abgekühlt hatte, konnten die Blitze dann aber auch wieder abgewischt werden und es blieben die Herzen und das Lachgesicht, die ursprünglich nur dagestanden hatten. Ich lerne: Nicht gleich explodieren, wenn mal etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. Andi merkt mal wieder: Mit Humor kann man die angespannteste Situation entschärfen.

Die Woche drauf hatten wir jede Menge Termine: Kayla musste zum Kinderarzt: Alles bestens, schwerer als sie muss, in dem Alter freut man sich noch darüber:) Dann hatten wir ein Playdate, so nennen sie das hier, wenn man sich trifft und die Kinder miteinander spielen können. Eine Frau und ihre Tochter, die wir „zufällig“ auf einem Spielplatz getroffen haben und die aus Deutschland sind. Wir Frauen haben uns gut verstanden, nur wir konnten nicht so viel reden, weil unsere Töchter Spielsachen rumgeschmissen haben und die eine gebockt und die andere geheult hat. Also ganz normal:) Aber diese Woche treffen wir uns wieder…

Ein echter Lauser

Ein echter Lauser beim blaues M&M essen

Auch sonst stellt Magali grad einigen Unsinn an, leert ihren Potty auf den Boden aus, nimmt den Buntstift in den Mund und malt sich im ganzen Gesicht herum, schaltet den Drucker an (und wenn ihr Papa fragt, wer das war, sagt sie: „Mama“) Es macht echt richtig Spaß mit ihr! Ehrlich!

Kayla hat sich heut zweimal vom Bauch auf den Rücken gedreht!! Wow! Man kann schon richtig mit ihr reden und sie hört aufmerksam zu und lacht einen an und macht Babygeräusche, das ist so schön.

Andi ist grad noch in der Mall zum shoppen, bei uns ist Sommerschlußverkauf und dieses Wochenende noch Tax-Free Sale (keine Steuer). Und er hat das erste Mal Lohn auf sein amerikanisches Konto bekommen:) Deshalb haben wir heut schon eine Wippe und eine Kraxe (Tragerucksack für Kinder) erstanden.

Damit werden wir morgen unseren ersten großen Ausflug starten, es geht 400 Stufen zu einem Wasserfall herauf, die älteren Herrschaften laufen und die jüngeren werden getragen. Treppensteigen ist ja bekanntlich DAS Workout in den USA. 🙂 (Niemand benutzt Treppen, wenn es einen Aufzug gibt.)

Gut behütet

Gut behütet

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