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Feedback

Gestern: Andi kocht grade und hat kein Jöble für mich. 1 Kind schläft und die Anderen spielen irgendwo unten. „Also, dann schreibe ich Blog“. „Nee, komm, geniess doch deine Zeit!“ Ich geniesse es, wenn ich das, was in meinem Kopf rumschwebt, aufs Papier äh den Bildschirm bringen kann.

Vom Frauenfrühstück wollt ich euch berichten. Irmgard hatte mich ehrenvollerweise als Co-Referentin mitgenommen. Es war aufregend und toll. Krass waren die Gedanken danach: „Hab ich auch das Richtige gesagt? Hätte ich nicht doch was anderes sagen sollen? War es gut so? Konnte irgendjemand was Konkretes davon mitnehmen? Warum sollte ich so etwas nochmal machen, wenn ich doch gar nicht weiß, ob es was gebracht hat?“ Und so weiter…Die Gedanken drehen sich immer weiter, immer um MICH rum. Dabei weiß ich doch ganz genau, dass ich Jesus davor viele Male gesagt habe, dass er das durch mich reden soll, was er möchte und dass ich es eh nicht kann. Dann überlegte ich, welche Person ich jetzt anrufen könnte, die mich aufbaute und mir gut zuredete. „Nein“, entschied ich mich dann aber, „ich brauche ein Wort von Jesus direkt“ und schaute in meiner Bibel nach. Ich kam zu Jesaja 55, 11. Dort sagt Gott: Jedes Wort, dass aus meinem Munde kommt, wird nicht ohne Frucht zurückkommen, sondern wird tun, was ich will und richtet aus, wofür ich es gesandt habe. Wo Dornen waren, werden Zypressen (schöne Blumen geh ich mal davon aus, zumindest was Tolles:)) wachsen. Das geschieht zur Ehre des Herrn und zu einem ewigen Zeichen, das nie mehr vernichtet wird. !!!! Hallelujah!! Alle meine Zweifel und Fragen wurden mit diesem Vers beantwortet und kamen zum Schweigen und Frieden nachdem ich mir den Vers mehrmals laut vorgelesen habe. Meine Aufgabe ist nur, Gottes Wort zu verkünden, so gut ich es bis hierhin weiß und verstehe. Alles andere wird er tun. Und das, was er damit tun will, wird er ausführen, ob ich das sehe oder nicht. Und es ist nicht umsonst, sondern ehrt Gott und bleibt als ewiges Zeichen!!! Ja wow!! Das ist so eine Ermutigung für mich, weiterhin auf Tour mit Jesus zu sein. Und abgefahrenerweise steht in dem Vers in der Mitte auch noch sowas, dass die Berge jubelnd vor mir singen werden und die Bäume auf dem Feld in die Hände klatschen werden!! 🙂 Na nochmal Hallelujah!! Da bin ich ja mal gespannt, wie ich das ganz praktisch erleben werde.

Und hier hab ich auch noch gleich einen Appell und eine Bitte an uns alle: Geben wir Feedback! Lieben wir uns wirklich und geben einander Rückmeldung. Jetzt nicht nur denen, die vorne stehen, sondern auch allen anderen unseren Nächsten. Liebe muss sich ausdrücken. Oft auch in Worten. Wenn jemand etwas sagt oder tut, dass wir toll finden, sprechen wir es aus. Das ist noch einfach finde ich. Aber gutes und wichtiges Feedback ist auch das, was Dinge ausdrückt, die mir selber eher fremd sind.

Feedback: Höchsten Respekt allen MottotortenMamas, ich finde euren Einsatz umwerfend, aber ich bin total froh, dass den Kindikindern auch ein einfacher Rührkuchen Freude bringt, er sollte nur reichlich verziert sein! 🙂 Eure MarmorkuchenMama

Wie froh wäre ich gewesen, wenn sich jemand die Zeit und den Mut genommen hätte, mich anzusprechen und zu sagen, was konkret er für sich mitnimmt und was ihn vielleicht eher nicht anspricht. Da kann ich soviel lernen. Wir alle müssen unser Leben lang lernen. Wir machen nicht alles gut und sehen manche Sachen sogar gar nicht. Deshalb brauchen wir ehrliche, mutige Menschen um uns herum, die sich überwinden und uns liebvoll auf Dinge ansprechen. Dann können wir entscheiden, ob wir das annehmen und etwas verändern möchten oder auch nicht. Ich predige da zu mir selber. Ich möchte so eine Person sein und mich immer wieder dazu durchringen und anderen Feedback geben.

Ich fange mit dem Leichteren schon mal an und versuche Leute zu ermutigen wo es geht. Da kam mir die Bestätigung eines Lerncoachs, bei dem ich einen Vortrag genoss, gerade recht, der als wichtigstes Tool, um unsere Kinder zum lernen zu motivieren, die „positive Sprache“ betonte.

Wir Eltern wüssten gar nicht, wie viel es unseren Kindern bedeutet, wenn sie wissen, dass wir an sie glauben. Wenn die vorrangige Botschaft in den Köpfen unserer Kinder lautet: „Ich schaff das. Die wichtigsten Menschen in meinem Leben sagen das, also muss es stimmen.“ wird ihr Selbstbewusstsein so groß sein und sie werden selber an ihre Fähigkeiten glauben. Das alleine wird sie motiveren. Am Meisten wünschen sich unsere Kinder, dass wir stolz auf sie sind, egal welche Leistungen sie bringen.

Der Coach betonte außerdem, wie wichtig ein strukturierter und ordentlicher Schreibtisch für die Lernatmosphäre sei:)

Also: Räumen wir unsere Schreibtische auf, bzw. lernen den Kindern Ordnung zu halten (und uns selber) und sprechen wir auf eine ermutigende, positive Weise mit ihnen. Nehmen wir sie in den Arm, wenn sie einen Misserfolg zu verzeichnen haben und feuern wir sie an. Wir sind die größten Fans unserer Kinder !! Das ist wahr, lasst uns sichergehen, dass sie das auch hören und tief im Herzen wissen!! (Steht übrigens auch in einem sehr empfehlenswerten Buch🙂

Ich freue mich soooooo auf Ostern!! Besonders Karfreitag, nur noch wenige Tage, dann werde ich mich mit meiner leckersten Chipstüte ever auf mein Sofa setzen, mit meinem Angetrauen einen Film einlegen und sie so genüsslich verspeisen, es wird eine reine Freude sein. Sogar den Mädels hab ich versprochen ein paar (wenige) mit ihnen zu teilen, so sehr freue ich mich!! Chips Frisch Oriental, juhuuuuuuuu!!!!!

Bis dahin zieht Andi es nochmal richtig hardcore durch und fastet 3 Tage komplett (Respekt Mann) und ich baue endlich mit den Mädels die legendäre Osterkrippe auf, um dieses Fest nicht nur mit Essen und unrealen Osterhasen zu begehen, sondern den krassen Sieg Gottes über Tod und Teufel gebührend zu ehren und zu feiern. Frohe Ostern!!

Ein Archivbild der Osterkrippe aus dem Jahre ????


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oh so famous

„Stier!“ begrüsste ein Kindikollege meine Tochter morgens im Kindergarten. „Meinte er das Wort „Stier“, dass wir früher auch benutzt haben?“, fragte mich mein Mann abends. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, aber es wäre auch eine gute Antwort auf die Frage „Alles gut?“:) Genauso wie „living the dream!“ auch ziemlich passend wäre.

„Mama, du siehst mit offenen Haaren so harmlos aus!“ Ein morgendlicher Kommentar einer Tochter zu meinen abstehenden, ungekämmten Haaren, wer hätte das gedacht? Ich sah wirklich harmlos aus, in Wirklichkeit bin ich aber nicht harmlos, sondern famo(u)s.

Perfekte rhetorisch und psychologisch wunderbar ausgefeilte Überleitung zu meinem nächsten Erlebnis. FAMOUS. Ich war bei der Jubiläumsfeier des Hänssler Verlages eingeladen, 100 Jahre ein Verlag, der das Ziel hat, das Evangelium in all seiner Schönheit in verschiedensten Facetten in die Welt zu tragen. So lange schon. Wow. Herzlichen Glückwunsch!!Es war total aufregend und interessant. All die vielen Leute, von denen ich vielleicht 3 ein bisschen kannte. (Naja, ein paar mehr waren es vielleicht schon.) Viele bekannte christliche Künstler und Autoren und Leute mit einem wichtigen Amt in Kirche und Gesellschaft. Und mitten drin Sarah, Tochter Gottes an Tisch 1 !!! Gott sei Dank durfte ich Andi mitnehmen, mein fleischgewordener Fels in der Brandung. Ich sollte nämlich auch auf der Bühne meinen Beitrag leisten, bei einer Talkrunde als „junge Autorin“. Here we go:

Black is beautiful

famous“ war der Kommentar zu diesem Bild von meiner Schwägerin AKL. „Ein bisschen berühmt ist doch auch cool“, der Kommentar meiner Schwägerin Monika. (https://www.baliederle.de/)

famous. berühmt. will. ich. sein.

Oder?

Tief in mir schlummert schon immer der Wunsch danach, berühmt zu sein. Auf der Bühne zu stehen und vor anderen zu sprechen. Mein größter Traum ist es, einen Einfluss auf das Leben anderer Menschen zu haben. Nicht sie zu manipulieren, zu lenken, überreden, bearbeiten, sondern ihr Herz zu berühren. Das Herz Gottes in andere Menschen hineinzulegen. Und das, wenn möglich in so viele Leute, wie es nur geht.

Vielleicht schlummert so ein bisschen der Wunsch danach berühmt und bekannt zu sein, in jedem von uns. Bewundert, begehrt, verehrt, beneidet und angeschaut zu werden. Deshalb lieben wir auch die sozialen Medien so sehr, wir sind befreundet und verfolgt (:)) von so vielen Menschen, die wir noch nie im Leben gesehen haben und sie „kennen“ uns. Und wenn sie uns einen „Daumen hoch“ oder ein „Herzchen“ geben, finden sie uns auch noch toll!!!! Hammer! Das heißt, wenn ich nur genug gute Fotos schießen kann und schöne Bilder online stelle, bin ich ein bisschen famous. Ich fühle mich gut, schön, geliebt und wichtig. Es ist wohl bewiesen, dass dieses Hochgefühl tatsächlich körperlich vergleichbar ist, wie wenn ich in echt etwas Tolles erlebe. Nur viel viel kürzer und dann brauch ich gleich wieder mehr davon. (Nennt man auch Sucht)

Die Frage ist ja: Für was möchte ich denn berühmt sein?

  • Dafür, dass ich mich schminken kann, stylo Klamotten kaufen kann und in eine tolle Pose stellen kann?
  • Möchte ich für ein Produkt berühmt sein, dass ich herstelle oder verkaufe? Für ein Werk meiner Hände: Eine CD, ein Buch, ein Geschäft, eine Marke?
  • Oder möchte ich berühmt sein für das, was ich und wer ich bin? Meinen Beruf, meine Errungenschaften, meine Auszeichnungen, meine Abschlüsse? Damit ich mich wichtig und gut fühle, um das Loch in meinem Inneren zu stopfen?

Ihr versteht ja schon, auf was ich hinauswill, oder? Ich weiß es grad allerdings selber nicht mehr so richtig….:) Es soll auf jeden Fall zum Nachdenken anregen. Warum will ich denn berühmt sein? Wer soll mich kennen? Warum will und brauche ich den Applaus und die Anerkennung von Leuten? Welches Loch gibt es da vielleicht in mir drin?? Fühle ich mich ohne die „Likes“ von fremden Leuten nicht wichtig und wert-voll? Dann ist das wirklich ein Grund tiefer zu gehen und herauszufinden, was da eigentlich mit mir los ist…

Du bist geliebt, ganz genau so, wie du bist. Egal wo auf dieser Welt du im Moment sitzt oder liegst, Gott könnte dich nicht mehr lieben, als er es schon tut. Egal, ob Menschen dich toll und schön finden oder nicht. Komplett egal, wie dein Auftritt im Internet oder in der realen Welt aussieht oder ob du nur zuschaust. Gott sieht dich ganz genau. Er freut sich total über dich. Er möchte dir seinen Frieden schenken, und die tiefe Gewissheit, dass du gut bist, so wie du bist. Ruhe für deine Seele. Er hat das Lebenswasser, dass deine innere Leere füllen kann, nur er. Nichts anderes wird funktionieren.

„the light that shines the furthest, shines the brightest at home.“ von einem berühmten american Bruder Bill oder Kris hab ich das. Und es ist die Wahrheit. Übersetzung: Das Licht, dass am Weitesten scheint, scheint am hellsten Zuhause.

hier möchte ich wirklich berühmt sein

All die Berühmtheit, die jemand hat, wenn er vor Menschen oder auf einer Bühne steht, ist nichtig, wenn seine Leute zuhause nicht zu ihm aufschauen. Dein Ehepartner, deine Kinder. Wir sollten danach streben, vor den Menschen berühmt zu sein, die uns am Nächsten stehen. Unseren Nächsten, wie Jesus sagt. Bei ihnen zeigt sich, ob wir wirklich berühmt sind, für unsere Liebe, unsere Geduld, unsere Zeit, unsere Sanftmut, unsere Treue, unseren Glauben, unser Reden. Wenn wir zuhause scheinen, wird dieses Licht sehr weit reichen.

Und da muss ich noch etwas dazufügen, obwohl es schon so viel Text ist….aber es ist so passend!!!:

Meine lieben Mamas! Ihr seid dieses Licht und diese Berühmtheiten, die zuhause strahlen. Tag für Tag und Nacht für Nacht! Danke, dass ihr eure Lichter scheinen lasst. Jesus sieht euch und freut sich so mega über euch. Er lehrt euch sooooo so viel durch eure Kinder und bündelt euere Leuchtkraft, damit es später noch strahlender ist, als zuvor! Danke für eure Arbeit und Liebe!!! Ihr seid wirklich famous !!!!

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Matthew 5, 16 (manchmal muss es der Coolheit wegen Englisch sein:)

Ahh, und hier kommt noch die Moral von der Geschicht. ….dass sie euren Vater im Himmel preisen…dafür möchte ich berühmt sein. Meine Gaben und Talente einsetzen. Nicht um meinetwillen, sondern um seinetwillen. Damit ER berühmt wird in dieser Welt. Und er sagt, wer im Kleinen treu ist, den setzt er über Größeres. Zu seiner Zeit. Zu seiner Ehre. Amen.