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Alles Gut !?!

Alles gut? – Alles gut!

Gar nicht gut. Irgendwelche Läuse und fast alle Blätter abgefallen über´n Winter:(

Tatsächlich? Ist das die Wahrheit? Ist alles gut? …….seit Andi und ich „alles gut“ zu unserem persönlichen Unwort benannt haben, fällt es mir so auf, wie oft Menschen in meinem Umfeld diesen Ausdruck benutzen.

  • Es passiert etwas: Oh, sorry! – Alles gut! Kein Problem.
  • Zur Begrüssung: Na, alles gut? Antwort: Alles gut.
  • Entschuldigung, dass ich gestern das und das gemacht habe. Antwort: Alles gut.

Alles gut ist ziemlich oft eine Lüge. Es ist nicht alles gut. In der Welt nicht, in der Kirche nicht, da braucht man ja wirklich nicht lange zu suchen und auch in unserem persönlichen Leben ist nicht alles gut. Vielleicht fühlt es sich etappenweise ganz gut an, wie man so lebt, aber es ist nicht alles gut. Und wenn alles so läuft, wie man sich es erträumt hat, ist das super, aber es ist trotzdem nicht alles gut. Ich selber bin nicht gut. Ich tue Dinge, die nicht richtig sind, ob das jemand sieht oder niemand sieht. Bei mir ist nicht alles gut. Bei niemandem auf dieser Welt übrigens.

Überhaupt nicht gut

Jetzt hört sich das komplett negativ und depressiv an und ich mag das nicht, ich bin nicht so. ABER es gibt eine gute Nachricht: Einer ist gut! Jemand sagte mal zu Jesus: „Guter Meister!“ War ja gut gemeint, aber Jesus fuhr ihn etwas an und sagte: Was nennst du mich gut? Nur einer ist wirklich gut, nämlich mein Vater im Himmel! Und wenn Jesus das schon sagt, wieviel mehr gilt das für uns!

Und Gott hätte tatsächlich das Recht zu sagen: Alles gut! Nicht, weil er das ganze Chaos auf der Welt sieht und irgendwas oberflächliches dazu sagen muss,nein. Weil er das Ende kennt, weil er um den ganzen Mist weiß und schon für die Lösung gesorgt hat. Weil er den Überblick hat und er auf dem Thron sitzt. Wenn wir voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zu ihm schreien, sagt er es: Kind, schau zu mir. Es ist alles in Ordnung. Es ist alles gut: Ich bin der Sieger. Ich bin stärker als alles andere. Ich hab alles in der Hand. Every little thing is gonna be alright. Ich werde alles neu machen. Ich komme bald. Hab keine Angst. Es wird alles gut werden.

Und wer tatsächlich mit einem fetten Grinsen lautstark ALLES GUT herumposaunt sind die Leute, die schon im Himmel sind. Die springen und tanzen und jubeln und singen: ALLES GUT, es ist ALLES GUT, so mega GUT. Die auf den Straßen aus Gold rennen und bei Jesus sind, nur Licht, kein Leid, keine Tränen, kein Schmerz: Wahrhaftig ALLES GUT!!


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Opfer bringen

Ich bin genervt und müde. Ob es an den Nachwehen einer leichten Grippe letzte Woche oder dem Süßigkeitenfasten oder meinen Tagen liegt weiß ich nicht, ich will am Liebsten einfach meine Ruhe und schlafen. (Mein Mann meint ja, dass ich an zu viel Schlaf leide.) Pustekuchen. Meine Jüngste will tagsüber nicht mehr einfach so schlafen und läuft mir morgens permant hinterher. „Mama, nicht schlafen!“ „Mama, du Pause?“ „Mama, steh auf!“ Da bereue ich es schon fast wieder sie erst vier Monate nach ihrem 3ten Geburtstag im Kindi angemeldet zu haben…und der Geburtstag ist erst Ende des Jahres…Tja, da muss ich wohl Opfer bringen, für meine Überzeugungen, für meine Tochter und für meine eigene Entscheidung. Das ist auch gut so, aber heute hab ich einfach keine Lust auf das! Jetzt flüchte ich mich ganz schnell hierher und schon schreit es vom Töpfchen: „Mama!! Maaaammmmaaa!!!“ Ich hatte nämlich die Lücke entdeckt, die entsteht, wenn die Kinder auf dem Klo sitzen und kurz mit sich selber beschäftigt sind! Die ist jetzt leider schon wieder vorbei und es geht weiter…Always remember Sarah: Du machst die wichtigste Arbeit der Welt!

Vielleicht plagt mich aber einfach auch nur mein schlechtes Gewissen, weil ich ständig am Handy rumspiele um zu checken, wieviel von meinen Büchern schon verkauft wurden und ob jemand eine tolle Bewertung ins Netz gestellt hat. Nicht, das mir das wichtig wäre, nein, nein, auf keinen Fall. Ich schau ja nur interessehalber. Es erschreckt mich, wenn ein leicht kritischer Kommentar kommt und ich mich tagelang damit beschäftige und es zeigt mir, dass ich ziemlich viel noch zu lernen habe, wer meinen Wert bestimmen darf und wie wichtig ist es, was Menschen über und zu mir sagen. Ich muss meine Wurzeln noch tiefer in Gottes Wahrheit verankern.

Und da sind wir schon beim nächsten Punkt, der mich tierisch ankratzt: Meine Zeit mit Jesus! Morgens! Sie findet leider im Moment nicht statt. Schon seit geraumer Zeit und das nervt mich jeden Tag tagsüber tierisch, weil ich spüre, dass ich innerlich leerfahre. Morgens jedoch, wenn es Zeit wäre, das Pöpöchen aus dem Bett zu schwingen, ist plötzlich nur noch das warme Bett im Sinn und alles andere wie weggepustet. Spätestens, wenn ich von einer Stimme geweckt werde, die ruft: „Mama, du musst aufstehen, ich hab zur Ersten!“ ärgere ich mich total und könnte mir in mein Pöpöchen beissen!!! Ich will doch Prioritäten setzen und da muss ich Opfer bringen. Da kommt mir immer wieder meine Kollegin Lissy in den Sinn, die beim Mama Seminar am Frauentag ganz am Rande erwähnt, dass sie drei Mal in der Woche um 5 Uhr aufsteht, um stille Zeit zu haben. Wow! Genial. Das spürt man sofort, wenn man in ihren Blog reinliest.

Hiermit verkünde und nehme ich mir einmal mehr unter Zeugen vor, dass ich aufstehen werde. 5.30 Uhr, dreimal die Woche, Hilfsmittel: ein eigener Wecker (will ich beim Hela kaufen), Musik abends hinrichten. Das ist doch mal ein SMART Goal. (Specific, Measurable, Achievable, Reasonable, Time Bound.) Was man hier nicht alles lernen kann!!

Der Papa meiner Kinder fährt mit dem Auto her. Wir schauen aus dem (ziemlich weit obenen) Badfenster hinunter. Die Kleinste setzte ich der Größten einfach obendrauf, weil sie sonst nix sieht. Wir machen das Fenster wieder zu und die Größte fragt mich: „Mama, wieso habt ihr euch alle auf mich draufgelehnt? Wolltest du mich als Opfer bringen?“

Am Mittagstisch werden dann keine biblischen Vergleiche gezogen, sondern andere Dinge geklärt: „Du, Opfer!“ hätte ein älterer Junge gesagt und eine Andere: „What the fuck?“, was das wohl hiesse und warum ist der Mittlere Finger der „Stinkefinger“, wenn er doch gar nicht riecht und wie kann es eigentlich sein, dass ein Mann und eine Frau sich Sex geben, aber dabei keine Kinder bekommen???

Da geht mir das Herz auf, ohne Witz!! Ich liebe es, dass sie mir solche Sachen überhaupt erzählen und ich das Vorrecht habe, ihnen Dinge zu erklären und verständlich zu machen, von denen manche Teenager keinen blassen Schimmer haben!! Wenn ihr solche Fragen kennt, und hin und wieder keine Ahnung habt, was ihr als Antwort geben sollt: Ihr seid nicht alleine und Fragt Jesus! Bei manchen Sachen erbitte ich mir erstmal Zeit darüber nachzudenken und dann bitte ich Jesus um seine Weisheit und die richtigen kindgerechten Worte. Er verspricht, dass er sie geben wird.

Oh, und das ist ja eine wagenweit offene Türe für das brisante Thema der Leihmutterschaft. In den Medien wird uns das ganz leise und schleichend untergejubelt, mit Berichten von irgendwelchen Stars aus USA, die eine Leihmutter beauftragen, um ihnen das ersehnte Kind zu „liefern“. Alle freuen sich mit ihnen. So wird es uns als „ganz normal“ verkauft. Ich verstehe total, wieviel Schmerz es einem Paar wohl bereiten muss, wenn es keine Kinder bekommen kann und dass es bereit ist, ziemlich viel auszuprobieren, um sich diesen Traum zu erfüllen. Aber diese Art, ein Kind zu „kaufen“ hat einen schrecklichen Preis. Diese Doku zeigt das wahre und echte Gesicht der Leihmutterschaft, bei dem jeder Mutter und jedem, der Kinder liebt, das Herz bluten wird: https://youtu.be/v1_Sohk8CKg.

Zum ersten Mal wurde ich darauf aufmerksam, als ich im Brillengeschäft warten musste und in einer pädagogisch sehr wertvollen Zeitschrift etwa wie „Super Illu“ oder so was blätterte. Da war ein Bild von Cristiano Ronaldo und seiner Familie. Ich sah vier Kinder und musste mehrmals hinschauen. Wie konnte es sein, dass CR7, dieser Promifussballer, den ich früher total heiß fand, eine so junge Frau? und dazu noch vier Kinder hatte? Gott lob konnte ich im Auto sofort Google fragen und fand die krasse Story heraus: Ja, es sind alles seine Kinder. Der erste Sohn, Cristiano Ronaldo jr.!!! wurde auf Facebook der Welt vorgestellt, die Identität der Mutter werde nicht preisgegeben und sie habe ihm vollständig alle Rechte abgegeben; einige Jahre später wurde wieder auf Facebook von ihm der neue Familienzuwachs vorgestellt: Zwillinge, die er bei einer Leihmutter in Auftrag gegeben hatte. Ab diesem Zeitpunkt war er dann mit seiner jetzigen Freundin zusammen, die ein Jahr später ihr gemeinsames Kind auf die Welt brachte! Krass, dachte ich bei mir, hier sieht man total, wie sehr Gott in uns den Wunsch und die Bestimmung hineingelegt hat, fruchtbar zu sein und Nachkommen zu haben. Ein Erbe zu hinterlassen. Einen Erben, der in seinem Fall sogar den gleichen Namen bekommt! Und wenn sich erstmal keine passende Frau dafür findet, dann erfüllen wir uns diesen Traum eben selber. Wer hat, der kann. Das ist unsere Welt.

Die Frage, die mich dabei bewegt ist eher die, wie es nach diesem Wunsch mit den Kindern weitergeht. Dann sind sie da, aber wo und wie wachsen diese Kinder wohl auf? Ob sie viel Zeit mit ihrem Papa haben und was wohl passiert, wenn irgendwann einmal der Wunsch wach wird, ihre richtige Mama kennenzulernen? Sind diese Menschen als Eltern bereit ihr Leben, ihren Plan anzupassen, auch mal ein Opfer zu bringen, zum Wohle ihrer Kinder oder leben sie weiter wie bisher in der Annahme, dass es darum geht nur ihre eigenen Wünsche zu erfüllen. Dann tun mir diese Kinder einfach nur ganz arg leid.

Wir haben uns losgelöst davon, wie Gott sich Ehe und Familie gedacht hat. Dieses ganz einfache und so wundervolle Model, von einem Mann und einer Frau, die sich versprechen und verbinden und die sich vermehren. Es hört sich spießig an und veraltet. Wir denken, wir kriegen das Ganze auf unsere eigene Art hin. Jeder gerade so, wie es für ihn gut ist, wie es sich gut anfühlt. Es geht nur um mich, meine eigenen Wünsche, meine Stimmungslage gerade und was ich denn vom Leben erwarte.

Der Weg zur Freiheit aber, ist der Weg, den Gott uns anbietet. Der untere Weg. Der Weg des Dienens und Liebens. Verzichten, um zu gewinnen. Eben darum: Opfer zu bringen. Wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren, wer aber sein Leben verliert um Jesu Willen, der wird es finden. (Matthäus 16,25)

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Meine Kinder wissen, wer ihre Mutter ist und wie man sie finden kann:)

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Powerfrauen

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Bei der feierlichen „Tischeröffnung“ mit M und K, die unter dem Tisch mit Luftschlangen und Tröten hervorkamen!

Unsere Releaseparty war so schön. Besser hätte ich es mir nicht wünschen können. Die wichtigsten Menschen für mich auf einem Haufen, leckere Drinks und so schöne Deko von meinen besten Frauen Jul und Mädy und Häppchen und Jesus in unserer Mitte. Wir hatten sichtlich Spaß und abends durfte ich ganz beschenkt und „selig“ einschlafen. Danke Jesus! Diese Leistung ein Buch zu schreiben, ist ein Teamerfolg! So viele unterschiedliche Leute waren und sind daran beteiligt! Danke ihr alle!

„Du bist echt eine Powerfrau!“ Das höre ich grad öfter. Es ist als Kompliment gemeint, bestimmt und drückt Anerkennung und Bewunderung aus. „Wie du das alles schaffst….“ Eigentlich höre ich solche Dinge total gerne und sie freuen mich, wenn jemand etwas positives über mich und zu mir sagt…wow….aber bei diesem Wort sträubt sich inzwischen irgendetwas in mir! Ich bewegte es einige Tage und kam nicht dahinter, was genau mich daran stört oder so unruhig macht…bis gestern abend.

Power heißt Stärke und Kraft. Eine starke Frau, eine Frau voller Kraft. Warum ist jemand voller Power? Was sagt das Wort Gottes dazu?

Denn der Herr ist meine Kraft. Habakuk 3,19

Herzlich lieb habe ich dich HERR, meine Stärke! Psalm 18,1

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke. Psalm 27,1

Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte ich mich fürchten, vor wem sollte mir grauen? Psalm 27,1

Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht, denn Gott, der HERR, ist meine Stärke!! Psalm 46,1

Das ist es! Das ist meine Kraft. Das ist das Geheimnis meiner Power. Eine Powerfrau ist eine Frau mit Jesus in ihrem Herz. Das merkt man daran, dass wenn sie keine Zeit in der Stille und Ruhe mit ihm hat, im Gebet, im Hören, im Bibellesen, im Lobpreis, dass ihre Kraft ganz schnell zuende ist und sie nur noch herumknatscht und sich überhaupt nicht mehr voller Energie und Kraft fühlt. Mich gibt es nicht ohne meinen Jesus. Meine Kraft kommt alleine von ihm.

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Geschenk von meiner Oma zum ersten Buch. Wow, sie ist echt eine ganz kreative, liebevolle Frau!

Und das andere, für mich entscheidenste: Jesus sagt im 2. Kor. 12,9 über mich: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!!! Ich bin echt schwach. Ich gebe offen meine Schwächen und Fehler zu. Ich stehe zu ihnen. Ich rühme mich ihnen sogar, weil durch meine Schwachstellen die Kraft Gottes sichtbar wird. Es ist alles ein Geschenk von ihm. Gnade. Nicht, weil ich so toll bin oder es verdient hab. Nein, weil er es geschenkt hat.

Durch seine Kraft kann ich Alles tun. Phil. 4,13 Alles, was ich bis hierher getan habe und sogar noch mehr als das…Wir werden sehen, was er vorhat.

 

Happy Alltag:

Kind sitzt auf dem Potty. Mama: „Mach erst noch deinen Stinki fertig, bevor du in die Küche rennst!“ Kind: „Is muss tein Stinki, ich muss Sokolade!“

Abends im Bett, im Delirium, kurz vor dem Einschlafen, murmelt es: „Wenn Jesus kommt, kämpfen wir und dann feiern wir Ostern.“

C: „Ich hotte keine Zeit, meine Zeit war geläuft.“

Vom Angeben beim Hände eincremen: Kind 1: „Ich hab die erste Hand schon fertig!“ Kind 2: „Und ich die zweite!“ Kind 3: Ich hab die dritte Hand schon fertig!!

 

Kennt ihr die O´Bros?

 

2 Brüder, um die 20 Jahre alt aus München, die Hip Hop mit christlichem Inhalt machen! Hammer genial, rein, lustig, gutaussehend, total frei, keine Menschenfurcht, voller Autorität und Selbstbewusstsein, voller Liebe zu Jesus und zu seiner Gemeinde, cool und richtig klasse Texte!

Ich bin ganz begeistert! Wenn ich 20 wäre und noch Single würde ich sie heiraten wollen! Jetzt bin ich aber 32 und verliebt verheiratet und würde gerne mal ihre Eltern kennenlernen und mich mit ihnen über ihren Lifestyle als Familie unterhalten. 🙂

Bald sind sie sogar hier in der Nähe zu Konzerten unterwegs. Sehr empfehlenswert. Leute, die sich selber nicht zu wichtig und zu ernst nehmen und voller Leidenschaft Gottes Gegenwart in ihre Welt bringen. Macht weiter so Jungs!

Und zum Abschluss fängt die Fastenzeit an: Inka schreibt auf ihrem Blog was richtig Gutes dazu und auch zum Thema, wie wir Mamas mit Ruhe und Zeit mit Jesus im Alltag umgehen können: https://alltagsliebe.com/2019/03/06/ruhe-finden-im-alltag/

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Und was fastet ihr so?