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Hinter mir, vorder mir

gibt es nicht. 1,2,3, ich komme…

Bin so motiviert mal wieder hier etwas zu Schreiben. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Besonders nach Feierabend und wenn endlich mal Ruhe eingekehrt ist. Wer hat da noch Lust und Muse seine Gehirnzellen anzustrengen? Stattdessen will man einfach nur aufs Sofa flätschen und Fernseh schauen. Wir haben nicht mal einen. Ah, doch jetzt aus Amerika eingetroffen: unser TV im Großformat mit extra teurem Blu-Ray Player, der eigentlich deutsche und amerikanische Blu-Rays abspielen sollen könnte, was er aber nicht immer zuverlässig tut, weil es irgendwie auch noch andere eingebaute Ländercodes und Nummern gibt. Pech gehabt.

 
Wobei ja leider auch das Fernseh schauen nicht den gedachten Erfolg bringt. Eigentlich will man ja ausspannen und an nix denken und neue Freude und Kraft und Frieden bekommen. Frieden hab ich jedoch nach dem Anschauen von Filmen noch selten bekommen. Außer natürlich von guten christlichen Filmen😊 Ne, auch das stimmt nicht, letztens hab ich doch „Son of god“ angeschaut (auf Netflix, danke Robin). Ein Film über das Leben Jesu. Danach hatte ich keinen Frieden, sondern die tiefe innere Unruhe, dass Jesus doch so ganz anders ist, als es in unseren Kopf hineinpasst. Er küsst blutend das schwere Holzteil, an das er im nächsten Augenblick angenagelt wird. Er freut sich über das Versprechen seines Freundes Petrus, obwohl er schon weiß, dass dieser es gar nicht halten kann. Er liebt die Menschen, die wie Fähnchen im Wind sind. Erst jubeln sie ihm zu, als er kommt, dann schreien sie sein Todesurteil, dann heulen sie, als er blutüberströmt den Weg zum Kreuz laufen muss. Welch eine Liebe. Die geht tiefer, als ich bis jetzt schon begriffen habe.

 
Und dann letzte Woche gabs exklusiv einen Exkurs vom Paarfilmabend auch mal Montags, wegen dem Feiertag: Fack ju Göhte. Den kannten wir schon und doch hat er mich mehrere Tage bewegt. Was so ein Film bewirken kann, ist schon sensationell. Er weckt Gefühle und Stimmungen und Sehnsüchte in einem, die vorher nicht da waren. Bloß weil irgendeiner sich eine Geschichte ausdenkt, sich Leute sucht und die das dann spielen. Was für eine riesen Chance und aber auch eine riesen Verantwortung. Man pflanzt Samen in die Köpfe. Oft haben die Geschichten ja wenig mit der Realität zu tun, aber es funktioniert. In diesem Film sind einige gute Botschaften drin, wie wir Leben positiv beeinflussen und prägen können. Indem wir Leben und Hoffnung und Identität in sie hineinsprechen. Sie ermutigen und an sie glauben und sie in Wort und Tat lieben. Natürlich nicht mit Paintballgewehren im Vorfeld, wobei manchmal ungewöhnliche Maßnahmen für ungewöhnliche Leute vielleicht gut und nötig sind. Aber sicher nicht mit so vielen Kraftausdrücken wie die in dem Film benutzen.

 
Aber das war jetzt gar nicht so dass, was bei mir total den bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es war -tata- die Liebesgeschichte. Ich bin ja auch nur ein großes Mädchen. Der Schauspieler sieht einfach hammer aus und die Story ist ja auch uralt. Bad Boy trifft unscheinbares Mädchen und verliebt sich in sie. Ein paar Mißverständnisse, er ist doch ganz lieb und am Ende kommen sie zusammen. Die Szenen waren voller Knistern und, weil der halt so gut aussieht, total Schmetterlinge im Bauch. Als ich danach immer wieder an den Film und die Szenen dachte, die ohne Sex und nur mit einem oder zwei Küssen waren, musste ich mir ernsthaft Gedanken darüber machen, warum das so war. Vielleicht kann der das gut spielen und Frauen springen auf ihn schnell an oder aber dieses Gefühl von Aufregung, Knistern, Verehrt werden, verliebt sein, steht er auf mich?, findet er mich toll?, kann ich ihn rumkriegen?, ist einfach so ein tolles Gefühl. Das sich jede Frau (und jeder Mann?) wünscht und sich danach sehnt.

 
Jetzt bin ich ja verheiratet, seit fast 10 Jahren bald schon. Das Gefühl kenn ich auch noch, von damals halt. Wie aufregend das alles war. Jeder Tag ein neuer Sturm der Gefühle. Schmetterlinge und Schmachtereien. Heute ist das nicht mehr so wie damals. Es ist anders. Jeder Tag ist immer noch ein neues Abenteuer, allerdings mit weniger Schmetterlingen. Dafür mit mehr Läusen. Die Schmachtereien sind auch weniger geworden, dafür mehr Schmatzereien. Der Alltag ist eingekehrt. Das Leben findet jetzt richtig statt. Wir sind eben keine Schauspieler, die vor einem extra ausgesuchten Hintergrund für die Kamera Gefühle vorspielen. Wir reden keine Dinge, die jemand anderer sich ausgedacht hat. Und wir können auch eine Szene nicht 20 mal wiederholen, bis sie „perfekt“ ist. Wir sind echte Menschen.

 

Und trotzdem wünschen wir uns, dass wir diese Gefühle, die oft Filme uns vermitteln und vorgaukeln, wirklich erleben. Wer in einer Ehe lebt oder auch nur so einen Partner hat und mehrere Jahre mit diesem zusammen ist, weiß, dass es am Ende nicht mehr hauptsächlich um Gefühle geht. Es geht um echte Entscheidungen füreinander und den Entschluss, dem anderen zu dienen und zu unterstützen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass man richtig gern beieinander ist.
Viele würden das so nicht unterschreiben, weil sie der Lüge glauben, dass es im Leben immer nur darum geht, ein gutes Gefühl bei allen Dingen zu haben. Tu dir was Gutes, gönn dir was, mach Wellness, geniesse, ist ja alles nichts schlechtes. Aber wer dann in seiner Ehe merkt, dass es sich ja gar nicht mehr so gut und leicht anfühlt wie gedacht, hat ein echtes Problem. Weil es ja noch sehr viele andere Männer oder Frauen gibt, die in dieser Welt herumlaufen und nur darauf warten, dass ein anderer vorbei kommt.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Als ich lang genug die Szenen immer wieder in meinem Kopf abgespielt hatte und mich am Gänsehautfeeling erfreut hatte, merkte ich, dass ich mit der Realität dadurch immer weniger verbunden und zufrieden werde. Also entschloss ich mich, dafür zu sorgen, dass in unserer Ehe ganz neu die Gefühle entfacht werden. Ich erinnerte mich an die Liebessprache der Hilfsbereitschaft meines Mannes und klappte für ihn die Rückbank um, richtete das Frühstück und bereitete das Vesper für morgen vor. (Prompt übersah er dieses und richtete sich selber auch eins (er ist es offensichtlich nicht gewöhnt, dass dort eins auf ihn wartet😊) Ich erinnerte mich an unsere erste aufregende Zeit und was wir alles gemeinsam erlebt haben und wie sich das anfühlte. Herrlich. Eu te amo, mi Corazon.

 
Dann kam am letzten Freitag unter der Dusche der Gedanke, dass es besser für mich und meine emotionale Verfassung wäre, wenn ich nicht den zweiten Teil von Göhte anschauen würde. Diese Stimme kenne ich, sie ist die Stimme Gottes. Voller Klarheit und Wahrheit. Meist etwas unbequem auf den ersten Blick (oder Hörer). Aber im Nachhinein immer das Beste, was passieren kann. Nach etwas Rumjammern, Verleugnen und Unbequemlichkeit abschütteln, sagte ich Andi Bescheid, dass wir einen anderen Film anschauen müssten. Wir fanden irgendwie keinen passenden Film und landeten dann wunderbarerweise in unserem schönen Ehebett. 🙂 Das ist nicht nur körperlich effektiv, sondern auch noch der allerbeste Booster für sämtliche Frühlingsgefühle in der reifen Ehe (vor allem, wenn die Frau in ihrer „heißen Phase“ des Zyklus ist.)

 

Danach hatte ich sogar das Gefühl, dass es jetzt ok für mich wäre, den Film anzuschauen. Was wir dann auch taten. Und siehe da, er hatte keinerlei Nachwirkungen für mich. Meine Realität war so viel besser, als das, was ein Film zu bieten hatte. Jesus weiß alles, was wir brauchen und er kümmert sich um uns. ER hat auch hierfür den besten Plan und Durchblick. Ihr lieben Frauen, fragen wir ihn doch um Hilfe und lasst uns mehr in der Realität mit unseren starken Heros leben, als in Gedanken in irgendwelchen Filmen, Serien oder Promileben.

 
Amen dazu von meiner Seite.

 
Kayla fragt ihre Cousine Luise: Was ist der Ikea? Antwort: Da kann man was essen.

 
Gestern verbrachten wir zwei Zeit alleine auf dem Naturerlebnispfad. (Das hört sich ja ganz wunderbar natürlich an.) Ich war motiviert von J.Hartl, der auch vier Kinder hat, die sich immer wieder aussuchen dürfen, ob sie mit Mama oder Papa eine Geheimzeit alleine verbringen wollen, in der das Kind entscheidet, was man macht. Natürlich im Rahmen. Bei unseren, die ja noch relativ klein sind, kann man das ja noch gut steuern. Kayla wollte gern ins Sensapolis, dann ins Pano. Beides war zu weit, also lockte ich sie mit Süßigkeiten auf den Haiterbacher Tann. Wir hatten eine schöne Zeit und beide genossen die Ruhe und ungestörte Aufmerksamkeit. Ich liebe meine Kayla sehr, sie ist ein ganz tolles Mädchen mit einem Blumenstrauß voller Liebe. Solch eine Zeit bringt eine ganz neue Verbundenheit und lohnt den Aufwand, die anderen Kinder unter Dach und Fach zu bringen.

 

Neulich in der Hohenrainstrasse. Mama will ihre Hose anziehen. „Mama, warum hüpfst du so?“

 
Vor laanger Zeit. Magali ruft mir vom Dachfenster aus zu: „Ich ess Schnee. Das ist super, weil hier hat kein Hund draufgepieselt oder sonst was. Der ist ganz frisch.“ Sehr gut, alle Regeln zum Schnee essen beachtet.

 

Tiana schreckt morgens in ihrem Bettchen auf, setzt sich hin, schaut mich an. „Wo?“ Sieht ihren Schnulli, nimmt ihn und schmeißt ihren Kopf wieder auf das Kissen.

 
Endlich, beim vierten Kind schließlich bin ich begeisterter Schnullibenutzer und wirklich dankbar, dass es ihn gibt und ständig dran, dass überall genug Schnullis available sind. Kein 100% Hallelujah wie sonst, weil man muss ja auch ans Abgewöhnen denken.
Tiana wird groß. Seit 2 Wochen fängt sie an zu reden, nicht mehr nur „Ma“ zu allem zu sagen. Bu und Bebi und Bi und Audo und Dodda und Wo. Jeden Tag übt sie und es kommt was dazu. So toll ist das, ich freu mich sehr daran. Mein Herz macht einen Sprung jedes Mal, wenn sie strahlend auf mich zurennt und mich umarmt.

 

Ich machte mir schon Sorgen um ihre sprachliche Entwicklung wegen einem Kommentar von jemand. Wir Menschen sind manchmal auch echt doof. Machen uns Sorgen und Gedanken über winzige Kommentare von jemand anderem und der weiß wahrscheinlich nicht mal mehr, was er gesagt hat. Würde ich doch die Statements einfach im Klo runterspülen und das tun und denken, was ich will. Ich bin zur Freiheit berufen.

 

Beim Jahrgangstreffen von Andi. Kommentar von Türkin Ebru zu uns: „Früher hat man immer gesagt, die Türken kriegen viele Kinder…“

 
Cousin Joas auf dem Weg zu den Lausers nach Haiterbach: „Bei den Amerikanern komm ich immer durcheinander und weiß nicht, wer wer ist. Die sind so viele.“

 
In der Tat sind wir schon einige. Wir stehen deshalb auch unter besonderer Beobachtung, wie meine Freundin bemerkte. Ob das jetzt Bewunderung oder Entsetzen ist, sei mal dahingestellt. Vielleicht mal so oder mal so. Vielleicht ist es öfter ein kritischer Kriegt-sie-das-überhaupt-hin Blick. Oder ein Wie-kriegen-sie-das-denn-hin Blick. Antwort zu 1: Oft nicht. Antwort zu 2: Wir geben unser Bestes für unsere Familie und ohne Jesus geht alles in Arsch.
In Wahrheit steht jeder unter Beobachtung. Wir beobachten uns ja immer gegenseitig. Wer macht was wie und wie gut? Wie sieht der aus, wie jener? Was, der hat ein neues Auto? Wie, der fliegt schon wieder irgendwo hin? Also wirklich, hast du gesehen, wie der……Und so weiter. Wir haben irgendwie die Tendenz immer den Schein wahren zu wollen. Eine kleine Show zu machen. Alles supi, alles wunderbar. Sieht toll aus. Das geht, zumindest von außen. Wie das dann innendrin hohl sein muss, daran wollen wir manchmal gar nicht denken. Auch heute, wir bekamen Besuch und eine halbe Stunde vorher, ging die Furie durchs Haus, so dass mein allerbester Ehemann mich kurz zur Seite nahm und meinte, wenn das jedes Mal so werde, wenn Besuch kommt, sollten wir lieber keinen Besuch mehr empfangen. Ich solle mich mal entspannen und wir seien echt. Ja, das wollen wir sein und es ist doch so schwierig. Ich will ja auch nicht messy und assi sein. Und trotzdem liegt bei uns allerhand herum und sollte schon längst weg-, ein- und umgeräumt sein. Auch innerlich sollte mehr Geduld, Frieden, Freude, Gnade und Barmherzigkeit herrschen. Ist oft da und kann aber immer noch mehr werden.

 
Da ist es oft ganz geschickt, wenn man weiß, dass man unter Beobachtung steht. Weil in der Öffentlichkeit kann ich wirklich oft ganz ruhig und liebevoll und geduldig mit meinen Kindern umgehen, wenn´s gut läuft. Vielleicht sollte ich mir mehr klarmachen, dass ich ja auch zuhause gesehen werde und es einen gibt, der immer da ist und alles sieht. Aber das hört sich jetzt etwas bedrohlich an und so ist mein Papa im Himmel nicht. Er sieht uns zwar, aber mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht. Er hat immer eine Ermutigung für uns. Er feuert uns an, ganz besonders uns Mamas. Er ruft uns zu: Ich sehe euch. Ich bin da. Ich liebe euch. Und ich bin so stolz auf euch. Ihr macht eine super Arbeit. Eure Arbeit ist so unglaublich wichtig für mich. Ich sehe euch. Ihr macht mein Herz so glücklich. Eure Liebe und Hingabe und euer Wille, es zu versuchen und es gut zu machen, sind wie pures Gold für mich. Euer ganz normaler chaotischer Alltag ist Lobpreis für mich. Ihr seid wahre Diener. Solche sind es, die für mich die Größten sind. Die, die volle Windel versorgen, die Spucke wegwischen, den Boden fegen, die kleinsten Kleinigkeiten erklären, die ihre Zeit opfern/verschwenden/bestmöglich einsetzen, die ihr Leben für ihre Freunde/Kinder hingeben. In meinen Augen seid ihr die Größten. Ich liebe euch. Ich sehe euch Tag und Nacht. Ich sehe euer Herz, dass eine gute Mama sein möchte. Eure Liebe für eure Kinder. Ich bin so stolz auf euch. Danke, ihr wundervollen und kostbaren Mütter. Ich feuer euch an!

 
Ps. Dies waren die Worte zum Muttertag für euch!! Direkt aus dem Himmel.

 

Magali gesteht mir mit Tränen in den Augen: Mama, immer wenn ich Puppen alleine bei uns rumliegen sehe oder Spielsachen, mit denen keiner spielt, dann tun die mir immer so leid. (Die Empathie liegt in den Lausergenen.)

 
Magali muss sich überlegen ob sie lieber in den Kindi oder zu Oma Jutta gehen will. „Ich entscheide mich für Freundschaft und nicht für Salzkekse.“

 

Wow, wenn man eine Entscheidung für etwas trifft, entscheidet man sich automatisch gegen alle anderen Sachen.
Das muss sie grade auch lernen, in den ganzen Mädelsfreund-oder feindschaftssachen. Der spielt mit dem, also spiel ich nicht mit dir und dann bist du nicht mehr meine Freundin! Sie hat so ein Gespür für Menschen und ein großes, feines, liebendes Herz. Sie erläuterte mir fast schon psychologisch die Eigenheiten und Problematiken jeder der großen Mädels im Kindi. Ich bestärkte sie darin, dass sie die Dinge ganz toll meistert und dass sie es auch in Zukunft machen wird. Sie will es jedem Recht machen und muss erkennen, dass das unmöglich ist. Eine wichtige Erkenntnis für uns alle. (Wir lernen sie seit 30 Jahren.) Sie muss aushalten, dass man manchmal jemanden blöd und am anderen Tag wieder gut findet und dass es anderen auch mit ihr so geht. Und dass man trotzdem dann nicht das Exklusivrecht auf DIE Eine oder DEN Einen hat, sondern auch Freiheit praktizieren darf, weil das wieder Nähe schenkt. Und dass man auch zu denen, die sich doof verhalten nicht gleich doof zurück ist, sondern einigermaßen normal. Vergeltet nicht Böses mit Bösen. Außerdem könnte es ja am nächsten Tag schon wieder die allerbeste Freundin sein. Spannend spannend für so ein Tochterherz und erst für das Mutterherz. Magali, i love you!

 

Carlotta sagt abends beim Essen zu mir: „Wir sind nicht der Schwanz“.
Bei mir rattert und rattert es. Ich denke an Doktorspiele, über die ich ein anderes Mal berichten werde, da fällt der Groschen. „Ja, genau. Ihr seid der Kopf und nicht der Schwanz!“

 

Da gibt es eine Bibelstelle, die das besagt, hab extra gegoogelt wo: 5.Mose 28,13. Die beten wir oft und sagen sie auch manchmal den Mädels. Bedeutet für uns soviel wie: Was unsere Kinder sagen hat Bedeutung. Sie sind die Anführer und nicht die, die hinterherlaufen. Nicht die, die einfach alles nachmachen, was die anderen sagen, sondern die, die die Standards setzen. Nicht im überheblichen Sinne, sondern im ganz normalen. Es gibt immer Leute, die vorangehen und Leute, die hinterhergehen. Sieht man deutlich an der Mode. Irgendjemand irgendwo sagt, dass Jumpsuits jetzt total super und stylisch sind. Und die ganze Welt läuft hinter. Im Internet gibt’s irgendwas neues, und schon „followen“ folgen die anderen Leute. Wir suchen und sprechen biblische Wahrheiten in unsere Mädels und formen so ihre Identität und was sie von sich selber denken. Sie werden wachsen an Alter und Gunst bei Menschen und Gott. Sie sind Jünger des Herrn und großer Friede wird ihnen folgen. Sie sind das Licht der Welt. Usw. Unsere Worte haben große Macht. Sie bringen Leben oder Tod. Was wir sähen, werden wir ernten. Unsere Kinder denken von sich, was wir über sie und zu ihnen sagen. Oft ist das so viel Müll und „Oh man, du…“, dass es so mega wichtig ist gute Saat in sie hineinzusähen. So hammer, wenn das Wort Gottes in ihren Herzen Wurzeln schlägt.

 
Meine Carlotti, so groß und doch noch so klein. Drei Jahre alt wurde sie im April. Und sie ist ganz genau richtig. Im Kindi ist sie (noch) nicht, macht auch keine Anstalten, dass sie dort bleiben will oder fragt mich oder sonst was. Sie geniesst einfach ihre Kindheit und ihre Zeit mit ihrer Mama. Welch ein Luxus. Hat einen Kopf, der weiß was er will, blitzgescheit, einen Augenaufschlag zum Schmelzen und eine Jammerheulstimme zum Verzweifeln. Ich liebe sie sehr meine Carlotta und sie ist wie keine Andere. Ich hab wirklich die allerbesten Mädels der Welt! (Das trainiere ich meinen Mädels grad immer wieder zu sagen, weil sie ja wirklich für mich die besten Mädels der Welt sind!)

 
Zum guten Schluss: Ein Gruß und Kuss, dein Julius

 

(Sorry, wenn ihr so viel Süßholzgeraspel und Liebesbekundungen ertragen müsst, aber jetzt darf ich das noch, weil sie so klein sind, das muss ich ausnutzen:)  Und Liebe sollte sich ausdrücken, in Tat und Wort.

P.S. Für Bilder hatte ich dieses Mal wirklich keine Zeit und Lust mehr. 23.43 Uhr!