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So much to do, so much to say…

DSCF0003Also da war dann vor gut zwei Wochen die Ankunft meiner Schwester in Atlanta. Dieses Mal haben wir sie Gott sei Dank nicht vergessen (Sorry:(), aber ein bissle warten musste sie trotzdem. Jetzt haben wir sie noch bis Samstag bei uns, sehr schön. Wir mussten uns kurz daran gewöhnen, so eng auf kleinem Raum zusammen zu wohnen. Theresa wurde voll ins laute pulsierende Familyleben geschmissen und besonders für Magali ist es ungewohnt, dass jemand ständig da ist. Wir erleben viele schöne Sachen zusammen: Auf dem Tower in Atlanta, wo man 72 Stockwerke hochfahren kann und sich die Stadt von oben anschauen kann, beim Cool River Tubing in Helen, wo man auf so Gummireifen den Fluss runterfährt, am Lake Lanier mit dem gemieteten Boot, in der Mall beim Einkaufen und fast jeden Tag an unserem Pool. Und diese Woche haben wir noch viel vor…

Theresa macht es voll super mit den Mädels und musste letztes Wochenende, als Andi und ich im Kino bei „Jason Bourne“ saßen, Schwerstarbeit leisten, weil Kayla ins Bett gepieselt hatte und weinte, Carlotta daran aufwachte und brüllte und beide sich nicht mehr richtig beruhigen wollten. Magalis Kommentar war wohl:“Jetzt reicht es aber wirklich!“ Gut gemacht Sister!
Dann war die Baby Dedication im Gebetshaus. Sehr schön und ganz einfach. Die ganze Gemeinde steht auf und betet für die Familien, die vorne stehen, am Platz oder sie kommen vor. Danach waren wir noch lecker essen. Jetzt haben die Mädels am Pool ein neues Spiel entdeckt. Sie taufen sich gegenseitig (nicht gerade sanft:)), weil wir an einem See eine Taufe von einer Gemeinde gesehen haben und sie das voll interessant gefunden haben.


Unser neues Baby zieht bald um und zieht auch schon kräftig nach unten:) Es geht ihm sehr gut und am Freitag beginnt die 37 Schwangerschaftswoche. Also Endspurt. Wir haben schon fleissig Bauchfotos gemacht, weil es nach unserer Einschätzung das letzte Mal sein wird, dass es einen Babybauch bei mir zu sehen gibt (andere Leute sind da anderer Meinung:)). Only one knows.

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Die Orgelpfeifen auf dem Boot

Heute habe ich schnell alle Sachen fertig hingerichtet, die wir für unsere Hausgeburt brauchen, weil die Hebamme da war um zu checken, ob auch schon alles vorbereitet ist. War aber leider noch gar nix:) Jetzt muss ich morgen noch den Rest einkaufen unter anderem auch Mega-Maxi Size Wochenflussbinden, auch Surfbretter genannt:) Als ich vor 3 Jahren hier in USA eine Verkäuferin danach gefragt hatte, ist diese so rot geworden und es war ihr mega peinlich mir das Sortiment vorzustellen 🙂 So eine Geburt ist einfach was Tolles!:) Obwohl ich auch merke, dass mit dem Alter irgendwie auch die Ängste größer werden, was alles passieren könnte und dass es vom Prinzip bei so einer Geburt alles geben kann, was man sich vorstellen kann oder besser nicht vorstellt. Da bin auf dem Weg mit meiner Tochter die Wahrheit in meine Gedanken zu bringen und die Sorgen und Ängste wegzuschicken. Jesus hat alles im Griff. Er weiss alles. Er hat Zeit und Stunde und Ort schon geplant. Bei ihm bin ich in den besten Händen. Auf ihn verlasse ich mich.
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Magali hat eine schwierige Zeit. Ich glaube, dass grad alles bissle viel für sie ist. Nächste Woche am Mittwoch fängt ihr Kindi an, das neue Baby kommt bald, unsere Gäste sind jetzt real… Sie machte letzte Woche ein riesen Theater, wenn sie alleine ins Turnen sollte oder in die Kinderkirche oder auch nur eine kurze Zeit ohne Andi oder mich sein sollte. Sie weinte immer wieder und wurde richtig traurig. Wir versuchten ihr zu sagen, dass sie immer, wenn die traurigen und Angstgedanken kommen, laut die Wahrheit aussprechen soll. „Ich schaff das. Ich bin nicht allein. Mama und Papa haben mich sehr lieb und kommen immer wieder. Jesus ist da.“ Und fragten sie auch, was denn Jesus zu ihr sagt:“Magali, ich bin bei dir. Ich bin stärker, als alles andere. Mit mir schaffst du alles. Ich habe dich sehr lieb.“ Das ist auf einer Seite auch cool, so lernt sie Gottes Stimme zu hören und ihre Gedanken zu kontrollieren. Aber andererseits sehr anstregend immer wieder das Geweine und Gejammere auszuhalten und freundlich zu reagieren. Jetzt ist es Gott sei Dank aber schon wieder besser und viel weniger, weil sie letzte Woche mehrmals Siege errungen hat, weil sie ins Kitu und in die Kinderkirche ging (gehen musste:)) und es ihr dann auch dort gefallen hat. (was uns ja schon längst vorher klar war:))

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Kayla im Pool

Kayla übt fleissig schwimmen und tauchen. Wir haben uns eine hammer neue Unterwasserkamera gekauft, mit der wir nun alle Tauchkünste live aufnehmen können. Total cool, was es alles so gibt…und was wir uns so alles kaufen können. Danke Jesus, dass es uns so gut geht.

Carlotta will so viele Wörter lernen: Ameise, Ente, Kay La, Klo, Stinki…Sie ist fit wie ein Turnschuh und hüpft auf dem Trampolin schon ganz alleine und macht Purzelbäume über eine gelbe Turnrolle.

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„She looks like her daddy“ (Gott sei Dank ist er hübsch:))

Andi ist seit gestern auf Tour in Deutschland, wir vermissen ihn und freuen uns schon, wenn er am Samstag wieder bei uns ist. Unglaublich, wie viel stärker man zu zweit als alleine ist.

Und eine wunderbare Gebetserhörung und tolle Nachricht für uns: Das allerbeste Aupair von allen kommt zu uns! Juhuu! Meine Mama. Sie nimmt sich nochmal 4 Wochen nach ihrem Urlaub bei uns Zeit, um da zu sein und zu unterstützen. Das ist wunderbar und ich bin echt sehr dankbar. Jesus weiss einfach wen und was wir wann brauchen. Er versorgt uns so gut. Danke !!

Dies könnte tatsächlich der probably letzte Beitrag vor unserem neuen Baby sein (falls dieses nicht ca. 3 Wochen auf sich warten lässt:)) Deshalb mal herzliche Grüße von uns hier aus Amerika. Wer weiss, wann ich das nächste Mal Zeit und Energie habe, irgendwas produktives hier zu schreiben. Wir lieben euch und brauchen eure Gebete!!

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News

Ich hab so viele Sachen auf meinem Notizblock, die es zu erzählen gibt, weiß gar nicht wo anfangen.

Gestern nacht hat es ganz arg geregnet und es gab Wetterleuchten. Kayla hatte total Angst, dass es gleich blitzt und donnert und schlief dann bei uns im Bett. Heute sagte sie: „ Wenn es blitzt und Omi und Opi da sind, kommen sie bestimmt auch an euer Bett und haben Angst und wollen rein und ihr sagt dann, dass es keinen Platz hat!“

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Andis Oma ist gestorben und wir reden manchmal über Sterben und Tod. Kayla und Carlotta haben seit einiger Zeit so kleine rote Hübbele auf der Haut. Aktuell hat Carlotta noch in einen Ameisenhaufen reingefasst, so dass ihre Hand ganz schwarz war. Reingetreten ist sie auch noch:(  Am nächsten Morgen sind auf ihrer Haut davon so Eiterpickelchen entstanden. Kayla entdeckt sie und zeigt sie mir. Ihr Kommentar:“ Ich glaub wir sterben bald!!“

Wir erleben eine total coole Gebetserhörung. Wir haben eine Garage, als Abstellmöglichkeit für unsere Fahrräder, Kisten, Tannenbaum und diverses. Damals als wir eine mieten wollten, war nur noch eine weiter weg von unserem Haus frei. Da haben wir die genommen und sind halt immer ein Stück gelaufen.Vor einiger Zeit haben wir angefangen zu beten, dass irgendwann eine näher an unserer Wohnung frei wird, genauer gesagt, genau darunter. 7 A,B, oder C. Andi fragte mehrmals bei unserer Verwaltung an, doch immer waren alle vermietet. Jetzt wurde doch tatsächlich Garage 7B ausgeräumt und wir konnten heute abend unsere ganzen Sachen umziehen !! Hallelujah, danke Jesus. Er kommt nie zu früh und nie zu spät. Das ist sein Charakter. Immer genau on time. Bevor unsere Gäste und das neue Baby kommen!! Wir freuen uns riesig. Er ist echt wunderbar unser Gott, er kümmert sich so gut um die allerkleinsten Sachen. Er freut sich so sehr über unser Vertrauen, wenn wir sie ihm hinlegen und wird uns nicht enttäuschen. Auf ihn können wir uns immer verlassen. Er ist unsere Burg und unsere Festung und unser Heil. Er steht fest und hat alles in seiner Hand.

20160730_094814Gut, dass ich ihm alles anvertrauen kann, auch meine Kinder. Letzte Woche war ich mit den drei Mädels am Pool und saß am Rand vom Becken, mit dem einen Auge einen Blick auf die zwei großen Mädels, die im Tiefen reingesprungen sind und immer wieder an der Leiter hochgeklettert sind und mit dem anderen Auge auf Carlotta, die an unserem Platz auf einen Stuhl geklettert war. Als ich merkte, dass Kayla leichte Schwierigkeiten hatte, sich über Wasser zu halten und Luft zu holen, schwamm ich natürlich gleich zu ihr rüber um sie zu retten. Sie hatte es doch noch an den Rand geschafft, war aber ein bisschen geschockt. Als ich sie dann tröstete, sah ich, dass eine Frau und ein Junge aus dem Wasser rannten, zu unserem Platz hin, an dem Carlotta, natürlich genau in diesen Momenten, auf den Tisch geklettert war. Sie wäre nicht heruntergefallen und daheim macht sie das grad auch immer, also ich hätte kein Problem gehabt, wohl aber die stets besorgten amerikanischen Mitbürger. Ich bedankte mich freundlich, obwohl ich mir schon sehr beobachtet vorkam und natürlich auch etwas unfähig gut für alle meine Kinder zu sorgen. Aber diese Gedanken flitzten mir nur ganz kurz durch den Kopf, weil ich weiß, dass ich mit all meiner Kraft, so gut ich kann, für meine Mädels sorge und dann fiel mir auch auf, dass es ja eigentlich ganz gut ist, mehrere Mitaufpasser zu haben, die da und aktiv sind.

Wir laufen vom Pool heim. Kayla sagt zu mir: „ Ich finde dich hübs. Ich würde dich gleich verheiraten.“ (Ich denke sie wollte mich heiraten, weil sie glaub nicht weiß, was verheiraten bedeutet.)

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In Kurt´s Bistro. Kurt stammt aus Stuttgart.

Aber ich bin ja schon total vergeben und zwar an den Besten aller Ehemänner. Der hebt mir am Freitag abend einfach so ein Papier hin, sagt mir „Ich liebe dich“ und schenkt es mir. Ein Starbucksgutschein, mit dem ich gefühlt forever einfach dahin fahren kann und mir ein leckeres überteuertes Kaffeegetränk abholen kann. Juhuuuuu!!! Ich habe mich sehr gefreut!!

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Wir waren jetzt schon manchmal in der Mall of Georgia, ein großes Einkaufszentrum, weil wir dort was kaufen mussten. Die Mädels freuen sich darauf immer schon sehr, weil es dort Rolltreppen gibt. Wir kaufen also was ein und dann gehen wir an ein Ende der Mall, wo nicht so viel los ist, stellen den Kinderwagen ab und fahren locker mal eine Viertelstunde Rolltreppe hoch und runter. Die Mädels lieben das!! Viele Leute kucken erstaunt, aber eine Mama hat es auf den Punkt getroffen: „Its the little things“. Es sind die kleinen Dinge.

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Ohne Schnulli, mit Geschrei so eingeschlafen.(Später hab ich gemerkt, dass ihre Beine eingeklemmt waren und sie nicht mehr rauskam. Ohoh.)

Am Sonntag bietet unsere Gemeinde eine “Baby Dedication“ für alle Kinder unter 2 Jahren an, das heisst übersetzt „Baby Widmung“. Da geht es darum, dass die Eltern ihre Kinder Gott widmen, wie Hanna damals ihren Sohn Samuel. Also dass man als Eltern sagt, dass das Kind Gott gehören soll. Dort wird dann auf der Bühne für die Eltern und das Kind gebetet. Da unsere Kids eh Gott gehören und wir das im privaten auch schon immer beten, dachten wir, dass wir die Gelegenheit nutzen um das für Carlotta öffentlich zu machen.(Weil sie die einzige unter 2 ist) Da wollte Magali dann auch. So sieht es jetzt so aus, dass am Sonntag alle unsere 3 Mädels gededicated werden. Voll cool, dass wir sogar noch ein bisschen Familie dabei haben werden, weil Theresa am Samstag kommt und Micha noch da ist. Wir sind gespannt! Magali sagte dann, dass sie aber auch noch mit Wasser getauft werden will. Das ist dann dort der nächste Step. Da gibt’s einmal im Quartal die Möglichkeit sich taufen zu lassen. Aber jetzt erstmal der erste Schritt und dann schauen wir weiter…

IMG_3757Kayla ist die absolute Puzzlequeen, sie liebt es und kann sich super eine Zeit lang ganz alleine damit beschäftigen. Magali malt am liebsten alles in einer Farbe an. Carlotta redet fleissig, meistens „haba“(haben), allo, o no (oh nein) und „under“ (runter), wenn sie mal wieder irgendwo hochgeklettert ist und nicht mehr runterkommt. Wir versuchen ihr den Schnulli abzugewöhnen und Potty anzutrainieren, was beides mit mässigem bis keinem Erfolg gekrönt ist:) Faulheit der Eltern, Bequemlichkeit und Geschrei sind der Grund hierfür:)

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Beim Fussballspiel. Das Stadion wurde später noch voller. 55.000 Leute passen rein.

Andi freut sich auf sein Teamevent am Freitag, sie gehen zum Rafting und ich bin fleissig am Schreiben, weil ich doch tatsächlich einen Artikel für meine Lieblingszeitschrift Family (www.family.de) schreiben darf!! Wow! Voll die Ehre. Jetzt muss er nur noch feingeschliffen werden und wird dann hier natürlich voller Stolz verlinkt!

 

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Superhelden

Zuerst mal ein ganz herzliches Willkommen an unser neuestes Lausermädel in Deutschland: Lotte, du bist da!! Wir freuen uns sehr und sind mega dankbar, was für eine Fruchtbarkeit und Supergirl-Power Jesus uns Lausers schenkt!!

„Mama, ist das ein Schiesser Camp“? fragte Magali mich entsetzt, als wir zur Tür des Camps hereinkamen. „Oh schitt“, dachte ich. Überall Superman, Batman, Captain America usw. Plakate aufgehängt. Magali und Kayla haben diese immer als „Schiesser“ bezeichnet, wenn sie sie irgendwo gesehen haben, und gesagt, dass sie die nicht leiden können und die blöd sind. Ich hab sie gelassen. Jetzt war ich natürlich in Erklärungsnot. Irgendwie hatte ich beim Wort „Superherocamp“ kein bisschen an die amerikanischen IMG_3705Superhelden aus allen Comics und Filmen gedacht. Tja, da versuchte ich ihr dann zu erklären, dass die ja eigentlich gut sind und ja gegen die Bösen kämpfen. Gott sei Dank war eine Freundin vom Turnen von ihr auch da, sonst waren alles nur Jungs, außer noch einem Mädchen. Magali machte ihre Sache trotz Schiesser echt gut, war immer hin und hergerissen, ob sie es jetzt gut findet oder doch nicht. Wir sind echt stolz auf sie, dass sie jeden Tag ohne was hingegangen ist, obwohl sie wusste, dass sie wieder einen Schiesser zum anmalen bekommt. Einmal erzählte sie mir nachmittags, dass sie beim Camp plötzlich traurig wurde, weil sie eigentlich lieber bei ihrer Mami sein wollte. Sie wurde dann gefragt, was los sei und es wurde ihr ein Taschentuch gegeben, aber sie wusste nicht, wie sie es sagen sollte, da habe sie nur „Mommy“ gesagt. Nach einer kurzen Pause sagte sie mir dann „ Mama, ich bin echt froh, dass ich dich habe“ Ohhhhhhh… Das war so besonders für mich, weil ich ein paar Tage davor noch dachte, dass es eigentlich echt ein bissle gemein ist, dass es meistens Andi ist, der ihre Fangesänge abbekommt. Und ohne Witz seit ich das dachte und dann gebetet hab, dass unsere Beziehung besser wird, ist es anders. Sie ist viel liebevoller zu mir, in Worten und Taten. WOW. Danke Jesus.

Von ihr sind wir immer wieder über ihre Schlauheit und Intelligenz in vielen Bereichen erstaunt. Wir haben hier im Moment keinen Vergleich mit anderen gleichaltrigen Kindern und wissen nicht, ob das „normal“ ist oder nicht, aber so oder so ist ja eh jedes Kind anders und da ist es vielleicht ganz gut, weil man das Kind gar nicht erst großartig vergleichen kann. Jedenfalls hat sie so eine blitzschnelle Auffassungsgabe und versteht Dinge echt toll und rechnet mir vor, wie viele Wohnungen in unserem Haus sind. Ich brauchte erst mal eine Weile, bis ich überlegt hatte, ob das stimmt, aber sie hatte tatsächlich alles richtig ausgerechnet! Wow. Bin ich gespannt, was Jesus so alles mit ihr vorhat!

Kayla ist unglaublich. Sie kann jetzt auch fast schwimmen. Sie wollte immer mit ihrer Schwester mitüben und hat sich dann einfach ihre Schwimmweste ausgezogen und probierte es aus, über Wasser zu bleiben. Und tatsächlich funktioniert es. Tauchen kann sie wunderbar, schwimmen ist noch im Hundestyle, aber das kommt auch noch. Sie hat keine Angst: Springt rein, taucht unter, schluckt Wasser, alles kein Problem. Eine echte Wasserratte! Sie lernt viel von ihrer großen Schwester und erzählt uns jetzt auch beim Essen Geschichten bis der Kopf qualmt und die Ohren schlackern. Echt von mir Respekt an alle Eltern, die es aushalten und ausgehalten haben und aushalten werden, wenn die Kinder beim Essen reden, reden, reden… Mich nervt das oft echt, weil ich einfach meine Ruhe will ( und vor allem keine erfundenen Geschichten von irgendwelchen imaginären Freunden). Wobei das ja voll gut und wichtig ist und Gott sei Dank gibt es den Familientisch noch, weil man dort alles besprechen und erzählen kann und Familie lebt. Also schwätzt ruhig weiter ( genau RUHIG) !!!:)

Wir spielen Tiere raten beim Essen. Kayla ist dran. „Es ist bunt und wäscht Autos“ ??? Antwort.“ Waschanlage“ (da wo wir immer in die Autowaschanlage gehen, kommen innendrin immer verschiedene Farben)

Kayla am Telefon mit ihrem imaginären Freund Stanni. „ Hi Stanni, au, da war gerade die Bindung falsch.“ Auf Nachfrage erklärt sie, dass sie mit ihm geskypt hätte .(In letzter Zeit war bei unserem Skypen öfter die Verbindung schlecht.)

Wir sind im Gottesdienst. Kayla ist mit ihren Ohrenschützern auch beim Lobpreis dabei und malt. Sie zeigt mir ihr Bild. Mama: „Toll, Kayla, ein Strichmännle.“ Kayla: „Nein!!! Das ist doch ein Hammerhai!!“ (Ich hab es dann auch wirklich erkannt!)

IMG_3721Carlotta Fé Lauser (Fé ist übrigens Spanisch und heisst Glaube. Also keine Fee. Feen gibt’s auch übrigens nicht:)) Sie legt jetzt voll los und ist gar nicht mehr so klein. Ihr Alter ist richtig cool. Sie redet was das Zeug hält und ganz oft „Oh nein“ wenn sie was gemacht hat, was sie weiß, was gar nicht so super ist. Andi und ich finden es öfter schade, dass sie noch zu klein ist, ihre Probleme selber zu lösen und dass das dann unsere Aufgabe noch ist. (aber sie wird auch größer werden) Deshalb bringen wir dann die verschmierte Sonnencreme oder Duschgel, ausgeschüttetes Wasser, ausgeleerter Geldbeutel, zerfetztes Klopapier usw. in Ordnung. Wobei sie von ihren Schwestern auch schon gelernt hat, wie man einen Lappen benutzt, sehr gut!! Sie liebt auch das Wasser und schwimmt oft fröhlich mit ihren Armpufferle im Pool herum, wenn sie nicht grad irgendwas anderes hat und nur an der Mama herumklettern will. Wenn ihr Papa heimkommt, läuft sie sofort zu ihm hin und hilft ihm, seine Fahrradschuhe aufzukletten und auszuziehen, voll cool. Schon morgens, wenn ich noch im Bett liege, bringt sie mir ihre Schuhe und möchte irgendwo hin gehen. Sie ist sehr freundlich zu anderen Leuten und winkt und sagt „Allo“ (verstehen sogar die Einheimischen:))

Mama Lauser ist manchmal gar nicht so freundlich zu anderen Leuten. Vor allem, wenn sie im Stress ist und/oder überfordert mit der Gesamtsituation. Zum Beispiel, wenn sie was einkaufen will, ein Kind dauernd im Wagen aufsteht, das nächste ein Glas „Dulce de Leche“zertrümmert hat und die Creme mit Glassplitter isst und das andere mit dem Kindereinkaufswagen durch den Laden düst. (Ja, ok, dass ist so noch nie passiert und übertrieben, aber es wäre realistisch und die einzelnen Komponenten sind wirklich so passiert!) Jedenfalls stehe ich besonders beim Einkaufen oft sehr unter Strom und dann noch dieser harte deutsche Tonfall und der verkniffene Gesichtsausdruck…da ist es wahrscheinlich vorbei mit meinem Wunschtraum, als gelassene junge Supermama, die alles total im Griff hat und dabei immer super gut aussieht und liebevoll und herzlich mit den Kindern umgeht, egal was passiert, wahrgenommen zu werden. Willkommen Realität. Da sagt doch tatsächlich eine ältere schwarze Frau im Publix Supermarkt zu mir: „ I can feel your pain“ (Ich kann ihren Schmerz nachfühlen). Sie hätte selber auch Kinder, die vom Alter her so nah wären und dann auch noch schwanger… Sie hatte wirklich Mitleid mit mir. Und das obwohl ich an diesem Tag so richtig gut und gelassen drauf war und wir Mädels auch Spass zusammen hatten (weil die Kids beim Publix einen Cookie umsonst bekommen):). Deshalb konnte ich auch wirklich nur lachen, sie hat es ja echt gut gemeint und es tat mir auch irgendwie gut. Mamas, verbünden wir uns!

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Noch 2 Monate mit Babybauch. Links unser Zitronenbäumchen, dass leider keine Früchte trägt, aber trotzdem ein Zitronenbäumchen ist!

Mein Bauch wird immer größer und das ist auch gut so. Der erste Besuch bei den Hebammen ist absolviert, alles in bester Ordnung. Trotzdem möchte da drinnen ja auch jemand versorgt und entspannt sein, was ausschließlich meine Aufgabe ist und deshalb freue ich mich sehr, wenn in 2 Wochen unsere Besuchssaison eröffnet ist und zuerst meine Sister drei Wochen kommt und dann eine Woche später meine Eltern. Juhuu, das wird schön. Immer, wenn Magali in einem Laden jetzt irgendwas haben will, kann ich sagen, dass ja bald Omi und Opi kommen, die ihr das bestimmt gerne schenken:)

Gestern hatten wir unseren Filmabend, immer Freitags schauen Andi und ich zusammen einen Film an und wir beide freuen uns schon die ganze Woche immer sehr darauf. Andi isst unter der Woche keine Süßigkeiten, deshalb wird da dann alles aufgetischt und die ganze Woche nachgeholt:). Aber auch so lieben wir es zusammen Filme zu schauen. Nachdem unsere James Bond Collection jetzt zum zweiten Mal durchgekuckt ist und auch alle anderen DVDs, die wir so haben, haben wir hier die „Red Box“ entdeckt. Das sind rote Automaten, die es innen oder außen an ganz verschiedenen Läden hier gibt, wo man Filme ausleihen und wieder abgeben kann. Es gibt jede Woche neue DVDs oder Blu Rays und man kann sie an der Red Box ausleihen oder abgeben, wo man grade ist. Das ganze kostet für einen Tag 1,70 Dollar!! Also echt super!! Man kann bzw. muss sich zwischen ca. 50 Filmen entscheiden. Bis jetzt haben wir echt immer gute Filme rausgesucht. Bis gestern. Ich stand am Automat, habe die Kurzbeschreibung gelesen, hat sich gut angehört, die Kinder haben im Wagen rumgemacht, hinter mir warteten schon andere Leute, die mich darauf aufmerksam gemacht haben, dass mein Kind gleich aus dem Wagen fällt und seinen Cookie runtergeschmissen hat und ich habe mich unter Druck setzen lassen und einfach den Film ausgeliehen. Das war ein Fehler. Wir haben nur vielleicht die ersten 5 Minuten (ok vielleicht auch bis zu 15 Minuten, meine Zeiteinschätzung ist schlecht) angeschaut, ich fast die Hälfte davon mit Hand vor dem Gesicht, weil es so unheimlich und komisch war und dann haben wir ausgeschaltet. Aber diese kurze Zeit und auch noch die bescheuerten Vorschauen haben sich so in meinen Gedanken festgesetzt, dass ich immer daran denken musste und nachts um 4 Uhr aufgewacht bin und eine Stunde nicht mehr einschlafen konnte, weil ich so Angst hatte,nur weil mir diese Bilder durch den Kopf gegangen sind. Da war nichts Schlimmes zu sehen, nur eben auch nichts Gutes. So krass, wie jedes Bild, das wir uns irgendwo anschauen sich in unserem Kopf speichert. Aber Gott sei Dank hat Jesus (wie immer) eine Lösung. Ich darf dagegen kämpfen und er kann jedes Bild löschen. Also hatte ich da und auch noch heute damit zu tun, meine Gedanken sauber zu halten,nämlich allen Mist immer wieder rauszukicken und die Wahrheit, nämlich,dass ich keine Angst haben muss, dass Jesus stärker ist und alles im Griff hat, auszusprechen. Das ist voll biblisch, 2. Kor.10, 5: „Die Waffen unseres Kampfes sind mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.“ Wir bestimmen, was wir in unseren Kopf reinlassen und was und wie wir denken.

Zum Thema Angst in unseren (Terror) Zeiten hat Johannes Hartl eine wunderbare Kurzandacht auf Youtube gepostet: https://www.youtube.com/watch?v=7CfGXz_KjoI

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Die Drei vom Pool

Andi war heute beim Fussballspiel von Bayern München gegen Inter Mailand in Charlotte, NC. Wirklich international. Ihm geht es gut, er hat viel zu tun. Die letzten drei Wochen ist er jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder zurückgefahren. Er fährt morgens um ca. 5.35 AM los (glaub ich:)), zweimal in der Woche danach noch ins Fitnessstudio zum Schwimmen, dann zur Arbeit, abends ca. 5.30 PM mit dem Fahrrad in der prallen Sonne zurück und dann volle Familyaction mit allem Drum und Dran. Er ist echt ein Powerman. Ich bin so dankbar, dass wir für ihn das Wichtigste sind und er, trotz viel und anstrengender Arbeit, auch daheim voll da ist und ich 100 Prozent auf ihn zählen kann. Ich denk immer wieder, dass unsere Mädels so selbstbewusst und selbstsicher sein können, weil sie wissen, dass ihr Papa da ist und sie liebt, weil sie sind und ihnen das auch sagt. Das ist ein so großer Schatz.